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Zweite Periode.
Von Aristoteles bis Geminus(350 bis 66 v. Chr.).
Aristoteles(384 bis 322 v. Chr.).
Aristoteles erscheint als der erste, welcher das Wort und den Begriff Horisont braucht und in die Wissenschaft einführt. Er gibt indessen nirgends eine strenge Definition, kennt den Unterschied zwischen geographischem und astronomischem Horizont noch nicht und seine An- wendung ist noch so wenig leicht und bequem, dass man fühlt, der Begriff ist noch neu, noch nicht vollständig ausgebildet und in die Wissenschaft eingeführt; Aristoteles sagt z. B. Meteorolog. II. cap. 6, 2.(Aristotelis Meteorologicorum libri IWV. Recens. Jul. Ludw. Ideler. I. Lips. 1834. p. 101): As* x.εριν ττms Séscs a 70dS Xöyovs Tis dro*α S⁸σεανν. PSyHar7at uer od, T00 H ⁵αον εισνmσ B.ε ν, 6 T0 5019ovTos bnNos 515 Kan 16 ̈s: 51 ds vOsn adroe re rson baruna e r iosvov. Zorat Jdο duνεννο diAeiv T5“ a?r 96wov.— Situs autem rationes ex descriptione contemplari oportet. Ut igitur res clarior evadat, finitor circulus, ob eamque causam zolundus describatur. Alterum autem ipsius segmentum, quod a nobis habitatur, animo concipiendum est, quando quidem et illud eodem modo dividere licebit.
Es ist nämlich die Rede von der Vertheilung der Winde auf dem Horizonte oder der Bestimmung der Himmelsgegend, von welcher her sie wehen. Zu diesem Zwecke benutzt Kristoteles die mathematische Eintheilung der Erdkugel. Eargyjma ist ein Kugelsegment, welches von Parallelkreisen begrenzt und uμμανοε⁴εςα oder einem abgekürzten Kegel ähnlich ist. Solcher Kugelsegmente nimmt Aristoteles sechs an, welche durch den nördlichen Polarkreis, den nörd- lichen Wendekreis, den Aequator, den südlichen Wendekreis und den südlichen Polarkreis begrenzt werden. Den Horizont lässt er, wie einen Meridian durch die beiden Pole gehen und die Eoene desselben von jenen fünf senkrecht auf ilun stehenden Kugel- kreise geschnitten werden. Dann zieht er noch die Meridianlinie auf dem Horizonte vom Nordpol zum
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Winde, wie die nebenstehende Figur zeigt. Hier- durch werden die Himmelsgegenden zwar nur für Orte unter dem Aequator richtig bestimmt; aber Aristoteles weiss keinen andern Rath, als diese
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