79—
platonis de ideis et numeris doctrina p. 32. ff. sucht zwar den Unterschied, wie er in jener Stelle der Kategorieen hingestellt wird, zur Erläuterung von Metaph. I. 6. anzuwenden und jenen auch in der platonischen Anschauung heimisch zu machen. Allein der Ausdruck ra ToXA Tdνν επꝓρeoeνσιmeν ist höchst bedenklich, weil unplatonisch.. ον. ist daher gewiss als ein Einschiebsel zu betrachten, nach Analogie anderer aristotelischer Stellen, in welchen mit Fug und Recht uοννννιμμο dem 6œυν gegenübersteht. Man kann es auch schon daraus entnehmen, dass Met. I. 7. nur ½ r,μο vorkommt, obwohl eine Aufforderung zu jener Entgegensetzung hier ebenso nah gelegen hätte, als dort. Ich lese also I. 6. uard Hé.*εν eνςο εναι τd πιανα, 6cναα᷑—tłà᷑ñ 8l5sG: 7)„* d o 70vOHA ovov Hε τεaxlev ol Heyr Jdg IIoayd9οι μμιφς rà dva Oagly 76„ A ‿Qω. IIXdτνω d ιε οεέεσέι Der Nachdruck fällt entschieden auf das sival, da nur das Sein des Vielen eine Erklärung erhalten sollte, wie aus dem Folgenden a uvera sai unzweideutig her- vorgeht. Darum darf man auch 6 νQενννυα nicht zu siwat beziehen, als bilde es mit diesem das Prädikat, sondern muss es als Apposition mit à τονς verbinden, indem man es durch ein Komma davon trennt. Hiermit wird zugleich der Grund gehoben scheinen, aus welchem Brandis 6εο᷑νιυνμα tilgen will. Freilich las auch Alex. Schol. ad h. I. ed. Brandis 20, 18. die Stelle schon in jener verderbten Weise; allein sie machte ihm auch keine geringe Schwierig- keit; daher die vielen so ganz verschiedenartigen Erklärungen mit deren Hülfe er sich, resultatlos, der Unverständlichkeit zu entwinden trachtet.
Das Gemeinsame zwischen Ideen und Dingen ist die oboia. Nur diese hat das Wort zum Inhalt und daraus entsteht die Homonymität. Allein die Benennung geht niemals direkt von dem Sein aus, sondern von dem gedachten Sein, dem Begriff. Die allgemeinen Begriffe bilden sich aber in stufenweiser Folge in einem jeden Menschen schon in der Vor- stellung der erscheinenden Dinge, ohne dass er darum das Bewusstsein haben müsslte, dass er hierin allein die wahre Erkenntniss aller Wirklichkeit finden werde. In der Sprachbildung wird so allerdings formell dieselbe That vollzogen, die aus spekulativen Gründen der Dialek- tiker in Platos Sinn wiederholt, in dem er die Ideen hypostasirt. Die Uebereinstimmung ist allein in der eine Vielheit umfassenden Einheit des Wortes gelegen, die ihren Grund in den Gesetzen des Denkens findet, die gleich sehr dem wortbildenden als dem philosophirenden Geiste vorgeschrieben sind. Die Erkenntniss der Ideen selbst ist aber erst eine spätere Thatsache für den Menschen; deshalb können sie auch nicht früher benannt sein als die erscheinenden Dinge. Sobald aber der Mensch diese benannte, benannle er der Natur des Seins und Denkens gemäss auch diese mit; weil die Worte zum Inhalt haben sollen die ogia der Dinge; und in der Form die begriffliche Einheit wiedergeben, cf. Arist. Metaph. I. (7) 9. 990 b: za9' aorov J¹% 6οννμωαιμςν ε σστι α raga Tas ODgias TGνν τς de&△+αoν,


