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redet ja nur von der Verknüpfung der Worte unter einander, wie sie lediglich durch den Gedanken bewerkstelligt wird. Wie nun gar die Stelle des Theaet. 204. A. einen Beweis soll führen helfen, wird mir sehr unklar, wenn ich bedenke, dass darin eine zu wider- legende Behauptung enthalten ist. Wenn nun gar Soph. 252. A. ff. ebenfalls aufgerufen wird, weil dort die Verbindung der Buchstaben ein Beispiel abgiebt, wie auch die ldeen mit einander sich verbinden und nicht verbinden, so ist nicht zu übersehen, dass es eben- falls nur ein zur Verdcutlichung gewähltes Beispiel ist, das als medium comparationis die Einheit des Begriffs in der Vielheit der äusseren Form aufzuweisen hat. Zu demselben Zweck wird auch die Musik herangezogen, für deren einzelne Töne, wäre Dittrichs Schluss ein richliger, man in gleicher Weise ebensoviele Ideen setzen müusste. So käme man in die unangenchme Lage, dass sich Alles in Ideen auflösen und ein Erscheinendes keinen Stich mehr halten würde. Hiernach steht die ganze Theorie sowohl an sich, als den zu Grunde gelegten Beweisstellen nach auf sehr schwachen Füssen. Nicht unlohnend wird es sein, zu erfragen, welche Konsequenzen gewinnen wir daraus und sind diese wirklich so einleuchtend und gewichtig, dass um ihretwillen eine Nothwendigkeit zum Festhalten einer nur schwach gestützten Theorie vorhanden wäre. Betrachten wir zunächst die von Dittrich gezogenen, der freilich weit kürzer ist, als die Wichtigkeit der Sache erwarten liesse. Er meint p. 55, wie die ganze Philosophie Plato's nichts Anderes sei, als eine stets von neuem sich erzeugende Thätigkeit des menschlichen und zwar des individuellen Geistes, so auch die Sprache, die man also nicht als etwas Fertiges, einmal Erfundenes, sondern als eine stets von Neuem sich erzeugende Thätigkeit auffassen müsse. Jeder Mensch, der nicht taub oder stumm sei(Theact. 206. D.) trage die Sprache zara döyaßtr— also die Sprach- fähigkeit— in sich und erfinde sie sich so in jedem Augenblick von neuem. Diese De- duktion macht offenbar gar keinen Unterschied zwischen Sprache als Mittel des Gedanken- ausdrucks und diesem selber und demnach auch nicht des Zweckes der ganzen Sprache und ihrer Theile, der einzelnen Worte. Niemand wird in Abrede stellen, dass ein jeder Mensch in jedem Augenblicke für seine Gedanken die angemessenen Ausdrücke sich selber aus der Sprache hole und damit* adτο didvοiar αvij woist, aber unmöglich kann die freie Thätigkeit so weit reichen, dass er sich auch das Mittel erzeuge und das Wort selber bilde. Das heisst Plato freundschaftlich in ein Extrem treiben, vor dem er sich selber wohl zu hülen verstand. Wie sollte Plato dazu kommen, über die 69 611§ Ʒνο μ⁴α Unter- suchungen anzustellen, wenn sich das nicht gerade auf die fertige Sprache bezöge, die wir als uns durch den Gebrauch gegeben, anerkennen sollen;— wie sollte er ferner von verschiedenen Sprachen reden können, die sich eben durch die Verschiedenheit des Stoffs, aus welchen das Mittel des Gedankenausdrucks gearbeitet sei, von einander unterscheiden, 10*


