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aus dem unmittelbaren Anschauungskreisse der Schüler bilden, nur dass dtese Gegen- stände noch etwas mehr compliciert sind, als die zu den Aufgaben in Quinta gewählten
(war z. B. in Sexta die schwarze Tafel, der Stuhl, der Tisch— natürlich niemals cine Tafel u. s. w.—, in Quinta das Lehrzimmer, der Vorplatz u. dgl. zu beschrei-
beu, so tritt in Quarta die Beschreibung irgend eines(bestimten) Hauses, Gartens, Weges u. dgl. ein). Immer bleibt es wesentlieh und unerlässlich, die Schüler nur das der eigenen unmittelbaren Anschauung Entnommene aufzeichnen zu lassen, um vor allen die Wahrheit, nächstdem die Vollständigkeit und die Ordnung und Deutlich- Keit der schriftlichen Darstellung zu erzielen. Zusammen zwei wöchentliche Lehrstunden.
Tertia. Der Lectüre und Erklärung von Musterstücken der deutschen Poesie und Prosa so wie dem Memorieren, mit welchem in dieser Klasse die ersten Versuche, den Vortrag zu bilden, verbunden werden, ist auch in dieser Klasse eine wöchentliche Lehrstunde gewidmet. Der Stoff der Aufsätze, welche in der Regel wöchentlich gelie- fert werden, ist in dieser Klasse die Schilderung in ihren ersten Anfängen, so jedoch, dass nur die Objecte und Naturzustände, welche von den Schülern wirklich ange- schaut worden, zur Anfertigung von Schilderungen aufzugeben, und immer die ein- fachsten Gegenstände auszuwählen sind. Zuweilen wird auch zu Aufgaben, welche zunächst der Quarta angehören, zurückgegriffen. Zusammen zwei wöchentliche Lehrstunden. 4310
Secumda. Die Lectüre und die Erklärung derselben füllt in dieser Klasse eine wöchent- liche Lehrstunde des Cursus aus. Die andere wird zwischen der Anleitung zu Decla- mationsübungen und der Correctur der schriftlichen Aufsätze getheilt, indem Aufsätze nur Woche um Woche geliefert werden. Der Stoff der letztern ist zwar, wie in Tertia, die Schilderung, vorzugsweise jedoch die historische, und zwar solcher Gegen- stände, welche aus dem Lernkreiss der nächst unteren Klassen den Schülern vollkommen bekannt und geläufig sind. Zusammen zwei wöchentliche Lehrstunden.
Prima. In einem Semester des Cursus wird die deutsche Grammatik auf histori- scher Grundlage in ihren allgemeinsten und zum gründlichen Verständnis der heutigen (gemeinhochdeutschen) Sprache unentbehrlichen Zügen in zwei wöchentlichen Stunden gelehrt, während, wie die bisherige Ausführung gezeigt hat, die deutsche Grammatik, welche bloss auf der heutigen Sprache fusst, als ungehörig für eine zu wissenschaftlicher Vorbildung bestimmte Austalt, aus den untern Klassen unbedingt ausgeschlossen ist. Im zweiten Semester werden, gleichfalls in zwei w. Lehrstunden, Stücke der älteren Literatur, vorzugsweise das Nibelungenlied mit Auswahl, gelesen und erklärt, die erlernten grammatischen Elemente daran nachgeübt und die Metrik praktisch vorge- übt. Im dritten Semester Wwird in drei wöchentlichen Lehrstunden eine Uebersicht der


