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deutschen Nationalliteratur gegeben, so, dass nur die wesentlichsten historischen Punkte und Charakteristiken mit Strenge eingeübt, die Details aber, als der Wissenschaft ange- hörig, möglichst sorgsam vermieden werden. Im vierten Semester wird in zwei wöchentlichen Lehrstunden eine Auswahl klassischer Stücke der neuen Zeit, vor allen von Schiller, zunächst hinsichtlich ihres poctischen Gehaltes, gründlich erläutert und zugleich eine Uebersicht der Metrik auf historischer Grundlage gegeben.— Die Aufsätze wechseln von Woche zu Woche in einer Stunde mit Declamationsübungen ab. Die Aufgabe für die Aufsätze dieser Klasse ist, den Redestil vorübend zu bilden; der Stoff wird schlechthin nur aus solchen Regionen entnommen, in welchen die Schüler nach dem bisherigen Gange des Unterrichts vollkommen heimisch sind, vor allem aus den Gebieten der Geschichte und der Poesie; abstracte(moralische, s. g. philosophische und dergleichen) Abhandlungen sind eben so wie alle solche Aufgaben, die eine Be- ziehung auf die neuesten Weltbegebenheiten haben, uunbedingt ausgeschlossen. Zur vor- läuſigen Einübung der Schüler auf das strenge Festhalten am gegebenen Stoffe dienen in jedem Semester einige Chrieen. Zusammen werden diesem Unterrichtszweig in Prima wöcheutlich drei, in einem der vier Semester vier öcheuntliche Lehrstunden
gewidmet.
(Die Fortsetzung der Darstellung des Lehrplans folgt im Programm des nächsten Jahres).
B. Lehrverfassung
während des Schuljahres von Ostern 1846 bis dahin 1847.
PRIM A. (Ordinarius: Gymnasiallehrer Dr. Fuldner).
Griechische Sprache. Homers Ilias B. IIV 1 St. wöchentlich(beauftr. Lehrer Weber). Euripides Alcestis nach vorausgegangener Einleitung in die tragische Poesie der Griechen(Sommer); griechische Anthologie von Bach: Elegiaca, Anacreontea, Oden von Pindar und IdyHllen von Theokrit(Winter) 2 Stunden(Dr. Fuldner). Pla- tons Apologie des Sokrates(S.), Demosthenes Rede über den Frieden und über den


