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Reduction von 1/,46 bis 1/53, also um 0 ,07 für 1, und 0 ,03 für 0⁰,4. Diese Grösse zu 1,47 addirt gibt— 1/,51 als Reduction, und der Barometerstand ist 337 ,84— 1,51 = 336 ‚33. Diese Interpolation ist so einfach, dass sie sich bei einiger Uebung mit der grössten Leichtigkeit im Kopfe vornehmeun lässt.“
Wenn wir nun auch Letzteres zugeben könnten: so ist doch die immer noch blei- bende Weitläufigkeit und der Zeitverlust, die durch das mehrfache Nachschlagen ver- mehrte Gefahr des Irrthums, das Ermüdende und Abstumpfende endlich der lang ſfort- gesetzten elementaren Rechnungen die Ursache, dass die Anwendung solcher Hülfsta- feln nur wenigen und sehr zweideutigen Nutzen gewährt, so vielversprechend auch der Zusatz„für jede beliebige Normaltemperatur“ auf dem itelblatte einiger derselben klingen mag. Eine Methode aber, die im Vergleich mit den bisherigen bei jeder ein- zelnen Reduction auch nur eine Minute an Zeit— und Kraft ersparen liesse, würde bei tagelang fortgesetztem Rechnen einen nicht zu verachtenden Gewinn darbieten. Ueberlässt man freilich die Mühe der Reduction einem Andern: so braucht man nicht selbst für die Richtigkeit der Rechnung zu stehen. Am Ende sicht doch Alles wie ordentlich reducirt aus, Niemand kann Alles noch einmal nachrechnen, Niemand hat auch Schaden davon, als— die Metcorologie, deren Fundamente durch dergleichen Ilülfsmittel schwerlich ganz sicher begründet werden.
Ilören wir aber ausser unsern eignen Erfahrungen in dergleichen anhaltenden, sich stets einförmig wiederholenden Rechnungen, was Ch. Z. Stcnimskg in seinen„Allge- meinen Bemerkungen über Rechenmaschinen und Prospectus eines neu erfundenen Re- cheninstrumentes“*) über einen ganz ähnlichen Gegenstand sagt.
„Jedem, der öfter grosse, zusammenhängende und mehrere Tage erfordernde Rechnungen auszuführen hat, ist bekannt, wie sehr anhaltendes Rechnen ermüdet und abstumpft, so dass man öfter fehlt, ja bisweilen den Faden der Arbeit verliert und viele Umwege machen muss. Besonders ist dies der Fall bei der Multiplication und Division vieler und so grosser Zahlen, dass Logarithmen für dieselben nicht ausreichen. Die Produkte der einzelnen Ziffern lassen sich zwar leicht aus dem Gedächtnisse fin— den; aber das im Sinn Bchalten und Addiren der nicht hingeschriebenen Ziffern erfor- dert eine ununterbrochene genaue Aufmerksamkeit und stets ceine gewisse Austren- gung, welche, anhaltend fortgesetzt, sehr beschwerlich und abstumpfend ist. Die Möglichkeit von Fehlern, die bei der geringsten Unterbrechung der Aufmerksamkeit unterlaufen können, macht aber dic ganuze Rechnung mehr oder weniger unsicher““ u. s. w.
*) Crclle's Journal für Mathematik. XXVIiII. Band, 2.


