oft vor dem Maasse die Präposition a(ab); z. B. sie schlugen ihr Lager 2000 Schritte davon entfernt auf, ab milibus passuum duobus«. Eine Vorstellung, welche dabei zu Grunde liege, wird weiter nicht entwickelt.
Auch Berger fördert die Sache nicht weiter, wenn er in der 3. Ausg. seiner latein. Gramm.§. 164 Anm. sagt: Auffallend ist hier die bei Caesar vorkommende Umstellung der Präposition ab: A milibus passuum duobus Romanorum adventum exspectabant, d. i. 2000 Schritte davon(duobus milibus passuum ab o 1oco)«. Das wäre aber keine blosse Umstellung, sondern zugleich ein elliptischer Ausdruck, wovon sich sonst weiter kein Beispeil findet, und erklärt ist damit nichts; wesshalb er in der 4. Ausgabe sich darauf beschränkt, zu sagen;»Zu merken ist dabei der Gebrauch der Präposition a(ab):
Hostes ab milibus passuum minus duobus castra posuerunt= in einer Entfernung von weniger als 2000 Schritten«.— Will man indessen an eine Umstellung denken: so könnte
man wohl den Gedanken scheinbar machen, es finde hier für örtliche Verhältnisse eine ähnliche Umstellung der Präposition a(ab) statt, wie sie sich Cicero und Livius mit der Präposition ante erlauben, wenn sie statt tertio die ante Calendas Martias sagen: ante dium tertium Calendas Martias. Allein in letzterer Redensart wird doch immer der Zeitpunkt Calendas, von welchem aus man zurückrechnet, ausdrücklich hinzufügt, während für die in Frage stehende räumliche Beziehung sich nichts der Art aus dem Sprachge- brauch anführen lässt, was jenem Calendas entspräche; sondern man drückt sich in diesem Falle immer vollständig so aus, wie Caes, b. g. I. 48: Ariovistus milibus passuum Ssex aᷣ Caesaris castris sub monte consedit. Hier wird durch den bekannten Ablativ des Maasses die Entfernung angegeben, in welcher Ariovist seine Stellung nahm.
Wenn ferner Kraner in der mehrerwähnten Anmerkung sagt, die Präposition aν heisse hier soviel als in einer Entfernung von—: so stände sie auf die Frage ²ο, Was doch nie und nirgends der Fall ist, auch überhaupt gar nicht möglich ist, sowenig als per auch wohl einmal drinnen heissen kann, sondern stets die Bewwegung durch einen Raum nindurch anzeigt. Solche nebelhafte Vorstellungen verschmäht der Sprachinstinkt eines scharf und klar denkenden Volkes, wie es die Römer waren. Endlich fügt Kraner noch hinzu:»ab steht aber, weil die Entfernung von dort aus berechnet wird«, als hätte er gefühlt, dass er am Grundbegriffe der Präposition ab gefehlt und etwas Unmögliches behauptet habe. Er will uns hinterher glauben machen, ab könne auch absolut oder adverbial gebraucht werden, es könne soviel heissen, als milibus passuum duobus ab, sowie man sagt: multis annis ante, triduo post und dgl. Das wird aber wohl niemand beweisen können.
Es bleibt nach alle diesem schwerlich etwas anderes übrig, als auch hier wieder auf die Grundbedeutung zurückzugehen und von da aus zu versuchen, ob wir die Vorstellung gewinnen können, welche die Römer mit diesem nicht häufig und nur in einer bestimmten Sphäre gebrauchten Ausdrucke verbunden haben. Die Grundbedeutung von ab ist aber


