Aufsatz 
Verzeichnis der Direktoren und Lehrer des Marburger Gymnasiums von seiner Gründung 1833 bis Ostern 1910 / von Friedrich Engelhardt
Entstehung
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Hartwig, Theodor,* 17. 8. 1837, aus Wichmannshausen, Kandidat der Theologie und Philologie, leistete von Januar 1862 an Aushülfe; wurde von Januar 1864 an mit Versehung einer Lehrerstelle am Gymnasium zu Hersfeld beauftragt. War später(Prof. Dr.) Direktor des Gymnasiums zu Korbach, dann zu Hanau, zuletzt Direktor des Kgl. Kaiser Friedrich-Gym- nasiums zu Frankfurt und lebt seit Ostern 1907 Geh. Reg.-Rat im Ruhestande zu Marburg.

Ney, Johann Hermann, aus Fulda, wurde Januar 1862 dem Gymnasium als Praktikant zugewiesen; übernahm Frühjahr 1863 eine Lehrerstelle an der Realschule zu Neseritz in Posen.

Römheldt, Gottfried, aus Marburg, trat Frühjahr 1863 den Vorbereitungsdienst zum Gymnasiallehramt an.

Gerland, Ernst, Dr., aus Kassel, wurde als Kandidat des Gymnasiallehramts Sommer 1863 dem Gymnasium zur praktischen Ausbildung überwiesen; für die Dauer des Winter- halbjahrs 1864/65 mit Erteilung von Unterricht in Mathematik, Naturkunde und fran- zösischer Sprache beauftragt.

Zilch, Georg, Dr., aus Melsungen, trat Frühjahr 1865 den Vorbereitungsdienst an; war von Frühjahr 1866 an mit Aushülfe beauftragt; von Sommer 1867 an Hülfslehrer; wurde Sommer 1868 in gleicher Eigenschaft nach Fulda versetzt, wo er später im Amte ge- storben ist.

Er veröffentlichte in dem Jahresberichte 1866: Uber Philodemus und Hyperides.

Landgrebe, Karl, Kandidat der Theologie, wurde Februar 1866 mit Aushülfe beauftragt.

Bösser, Ferdinand, wurde als Praktikant Frühjahr 1866 dem Gymnasium zur Aus- bildung zugewiesen; übernahm Frühjahr 1867 eine Stelle an einer Lehranstalt in Oldenburg. Starb 1904 als Professor am Gymnasium zu Eutin.

Braun, Friedrich, Dr.,* 31. 12. 1857 zu Kassel, ordentlicher Lehrer am Gymnasium zu Rinteln, begann Frühjahr 1867 seine Tätigkeit am Marburger Gymnasium; wurde Frühjahr 1877 zum Oberlehrer ernannt; starb am 16. 1. 1886 am Ierzschlag. Er veröffentlichte in den Jahresberichten 1873 und 74: Die Tage von Canossa unter Heinrich IV. Wiskemann, August, Dr.,* 5. 7. 1845, wurde als Kandidat der Philologie Frühjahr 1868 zur Ableistung des Probejahres und zur Aushülfe dem Gymnasium zugewiesen, Frühjahr 1871 zum ordentlichen Lehrer, Sommer 1881 zum Oberlehrer ernannt; Frühjahr 1885 als Direktor an das Fürstliche Landesgymnasium zu Korbach versetzt, wo er diese Stellung z. Z. noch einnimmt. Feiert in diesen Tagen das Jubiläum seines 25 jährigen Direktorats. Er veröffentlichte in den Jahresberichten: 1871: De Pindari carmine Olympico VI. et Pythico II. 1876: Beiträge zur Erklärung Pindars. Siebert, Wilhelm, Dr., Repetent an der Universität, wurde Frühjahr 1868 zu seiner Ausbildung dem Gymnasium zugewiesen, von Sommer an mit Aushülfe beschäftigt; über- nahm Herbst 1868 provisorisch eine Stelle an dem Gymnasium zu Elberfeld.

Pauli, Karl,* 8. 3. 1845, aus Meerholz*), begann Herbst 1868 sein Probejahr, war am Gymnasium tätig bis Frühjahr 1872 und übernahm dann an der Realschule der poly- technischen Gesellschaft zu Frankfurt a. M. eine Lehrerstelle. War zuletzt Oberlehrer an der Wöhlerschule zu Frankfurt, wo er jetzt im Ruhestande lebt.

Pflüger, Wilhelm, Dr., Kandidat der Theologie, wurde für Frühjahr 1869 zum Hülfs- lehrer am Gymnasium provisorisch ernannt; übernahm Januar 1871 eine Stelle an einer Töchterschule zu Bern in der Schweiz.

*) im Jahresbericht: Geißltz.