Aufsatz 
Verzeichnis der Direktoren und Lehrer des Marburger Gymnasiums von seiner Gründung 1833 bis Ostern 1910 / von Friedrich Engelhardt
Entstehung
Einzelbild herunterladen

69.

71.

72.

73.

74.

75.

76.

77.

78.

79.

80.

81.

13

Hassenkamp, Dr.(vorher in den Jahresberichten nicht erwähnt) verliess Herbst 1870 das Gymnasium, um eine Stelle am Gymnasium zu Beuthen in Schlesien zu übernehmen.

Deussen, Paul, Dr.,* 17. 1. 1845, aus Obardreis bei Neuwied, bisher am Gymnasium zu Minden tätig, trat Frühjahr 1871 seine Tätigkeit als Wissenschaftlicher Hülfslehrer an; übernahm Herbst 1872 in Genf die Erziehung eines jungen Russen. Z. Z. Professor der Philosophie an der Universität Kiel. Vogt, Karl, Pastor extr.,* 10. 9. 1843 zu Weimar bei Kassel, Conrektor an der re- organisierten Stadtschule zu Melsungen, begann Frühjahr 1872 seine Tätigkeit am Gym- nasium; wurde Januar 1876 zum sechsten ordentlichen Lehrer, Herbst 1885 zum Ober- lehrer, Frühjahr 1893 zum Professor ernannt; verwaltete von Frühjahr 188799 die Bibliothek; trat Frühjahr 1905 in den Ruhestand; lebt zu Marburg.

Er veröffentlichte in dem Jahresberichte 1878: Darstellung und Beurteilung der Kantschen und Hegelschen Christologie.

Flügel, Georg, Dr., aus Kassel, begann Herbst 1872 seine Tätigkeit als Hülfslehrer am Gymnasium, übernahm aber schon im November die Stelle eines ordentlichen Lehrers am Kaiserlichen Collegium zu Mülhausen i. E.

Schaub, Hermann,* 11. 10. 1847, aus Lichtenau, Kandidat, bisher am Gymnasium zu Frankfurt beschäftigt, trat Nov. 1872 an die Stelle des Vorigen. War zuletzt Professor am Kgl. Gymnasium zu Hanau und trat am 1. 4. 1907 in den Ruhestand.

Wrobel, Eduard, Dr.,* Juli 1851, aus Lenkorsz in Westpreussen, wurde Frühjahr 1873 als Kandidat zu seiner Ausbildung und zur Aushülfe im mathematischen Unterricht dem Gymnasium zugewiesen. Z. Z. Direktor der Grossen Stadtschule(städtischen Gymnasiums und Realgymnasiums) zu Rostock.

Schake, Friedrich, früher Lehrer in Harburg, wurde Frühjahr 1873 dem Gymnasium zur Erteilung des Unterrichts im Singen, Zeichnen, Turnen und in Elementargegenständen zugewiesen, erkrankte schon nach 3 Wochen an einem Brustübel und bat um seine Entlassung.

Müller, Emil, aus Marklissa in Schlesien, Herbst 1873 an Stelle des Vorigen ernannt, wurde Frühjahr 1890 als Vorsteher der Evangelischen Erziehungsanstalt St. Martin zu Boppard am Rhein berufen. Lebt z. Z. in Görlitz im Ruhestand.

Dörinckel, Ludwig, aus Wiera bei Treysa, Kandidat, wurde Herbst 1873 zu seiner Ausbildung dem Gymnasium überwiesen; übernahm Herbst 1874 eine Lehrerstelle an der Höheren Bürgerschule zu Oberlahnstein. Eberhard, Karl, Dr.,* 8. 2. 1842 zu Allendorf, ordentlicher Lehrer an der grossen Stadtschule zu Rostock, wurde Herbst 1875 zum 5. ordentlichen Lehrer am Gymnasium ernannt; Frühjahr 1881 als Oberlehrer nach Dillenburg versetzt. Z. Z. Professor am Kgl. Wilhelms-Gymnasium zu Kassel..

Er veröffentlichte in dem Jahresberichte 1877: Uber gewisse reflektierende Punkte sphärischer Spiegel und anderer spiegelnder Flächen zweiter Ordnung.

Wilhelmi, Wilhelm, Dr.,* 9. 12. 1849 zu Runkel a. d. Lahn, trat Frühjahr 1875 als Hülfslehrer am Gymnasium seine Tätigkeit an; wurde Frühjahr 1876 zum ordentlichen Lehrer, Frühjahr 1888 zum Oberlehrer, Frühjahr 1893 zum Professor ernannt.

Er veröffentlichte in dem Jahresberichte 1881: De modo irreali qui vocatur.

Fritze, August,* 20. 8. 1848, aus Wiesbaden, trat Frühjahr 1875 den Vorbereitungs- dienst am Gymnasium an, wurde Sommer 1876 zum Hülfslehrer bestellt, Frühjahr 1877 zum ordentlichen Lehrer ernannt; Herbst 1880 an das Gelehrten-Gymnasium zu Wies- baden versetzt. Er starb am 30. 12. 1902.

Braun, Philipp, Dr.,* 24. 12. 1844, früher als Gymnasiallehrer zu Fulda tätig, trat Herbst 1875 in gleicher Eigenschaft seinen Dienst am Gymnasium an, wurde Herbst 1878