Aufsatz 
Verzeichnis der Direktoren und Lehrer des Marburger Gymnasiums von seiner Gründung 1833 bis Ostern 1910 / von Friedrich Engelhardt
Entstehung
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vertretungsweise beschäftigt; seit Frühjahr 1850 war er Hülfslehrer, seit Januar 1854 ordentlicher Lehrer; Frühjahr 1857 wurde er an das Gymnasium zu Kassel versetzt. Er veröffentlichte in den Jahresberichten:

1849: Abhandlung über Protagoras.

1850: Quaestiones Protagoreae. Fürstenau, Wilhelm, Dr.,* 14. 9. 1817 zu Rinteln, wurde Frühjahr 1846 als Hülfs- lehrer von Rinteln nach Marburg, Herbst 1846 nach Kassel versetzt. War zuletzt Direktor des Gymnasiums zu Hanau und starb(seit 1. 4. 1885 im Ruhestand) zu Kassel am 10. 4. 1904.

Heuser, Karl, Kandidat der Phlilologie, aus Rodenberg, war seit Sommer 1846 als Praktikant zugelassen; wurde Frühjahr 1850 an das Gymnasium zu Hersfeld versetzt.

.Suchier, Ferdinand Hugo, Dr., aus Karlshafen, wurde Herbst 1846 als Praktikant von

Kassel nach Marburg versetzt; Januar 1847 mit Versehung einer Stelle an der Realschule zu Hersfeld beauftragt. War später Oberlehrer am Gymnasium zu Rinteln und starb dort im Ruhestand. Krause, Johann Friedrich, seit Frühjahr 1849 Praktikant am Gymnasium, wurde schon Mai desselben Jahres nach Hersfeld überwiesen. Soldan, August, Dr., Gymnasiallehrer, wurde Sommer 1849 von Hanau nach Marburg versetzt; trat Herbst 1865 in den Ruhestand, während dessen er am 17. 12. 1875 das 50 jährige Doktorjubiläum feiern konnte; starb am 28. 5. 1877.

Er veröffentlichte in dem Jahresberichte 1854: De reipublicae Romanae legatis provincialibus et de legationibus liberis quaestiones. Grein, Christian Wilhelm Michael,* 16. 10. 1825 zu Willingshausen, Schüler des Gym- nasiums, Kandidat des Gymnasiallehramts, war seit Sommer 1849 als Praktikant tätig; wurde Herbst 1850 dem Gymnasium zu Rinteln überwiesen. Röhner, Sebastian Joseph, aus Fulda,* 12. 4. 1823, Kandidat des Gymnasiallehramts, wurde Herbst 1850 der Austalt als Praktikant zugewiesen und blieb bis Herbst 1851. Schell, Wilhelm, Dr., aus Fulda,* 21. 10. 1826, wurde als Kandidat des Gymnasial- lehramts Herbst 1850 zur praktischen Ausbildung am Gymnasium zugelassen und schied Herbst 1851 wieder aus. Kohlrausch, Rudolf Hermann Arndt, Dr.,* 6. 11. 1809 zu Göttingen, wurde als Lehrer der Mathematik und Physik von der Gewerbeschule zu Kassel Frühjahr 1851 nach Marburg versetzt, Herbst 1853 als a. o. Prof. der Physik an die Landesuniversität berufen. Er starb am 9. 3. 1858 als Professor der Physik zu Erlangen. Bedeutend auf dem Ge- biete der Elektrizität.

Deuschle, Julius, Dr., aus Bergen, Kandidat der Philologie, wurde Frühjahr 1851 als Praktikant am Gymnasium zugelassen. Er veröffentlichte in dem Jahresberichte 1852: Die Platonische Sprachphilosophie.

. Ernst, Julius, aus Fulda, wurde Herbst 1851 als Praktikant dem Gymnasium zu-

gewiesen und von Herbst 1852 an mit wöchentlich 4 Stunden Mathematik aushülfsweise beauftragt.

Junghenn, Theodor, aus Kassel, Kandidat der Philologie, wurde Frühjahr 1852 dem Gymnasium als Praktikant zugewiesen.

Schimmelpfeng, Gustav, Dr., aus Hersfeld, wurde als Gymnasialpraktikant Frühjahr 1853 dem Gymnasium zur Unterstützung in mathematischen und anderen Lektionen zu- gewiesen; Sommer 1860unter allgemein freudiger Teilnahme an der längst er- warteten Beförderung zum Hülfslehrer, Herbst 1863 zum ordentlichen Lehrer ernannt; Frühjahr 1867 zur sechsten Professorstelle an der Landesschule zu Pforta berufen. War später Direktor der Kgl. Klosterschule(Stift. Gymnasium) zu IIfeld a. H. und starb im Ruhestand zu Blankenburg.

Er veröffentlichte in dem Jahresberichte 1865: Die gruppierende Unterrichtsmethode.