Aufsatz 
Über die angebliche Farbenblindheit Homers / von Karl Euler
Entstehung
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5, 209, oder der Bart des Odysseus., 176 z6«wos-farbig genannt werden, oder wenn Poseidon und Aides das Beiwort zuαeνοωναανε bekommen, so kann nur an tiefes Schwarz gedacht werden, das einen bpläulichen Schimmer hat. Diese Art von Farbe können wir jeden Tag an den Steinkohlen sehen; und dass tiefschwarze Haare einen Stich ins Blaue haben, ist schon oft hervorgehoben worden.Man findet im Süden noch heute glänzendschwarze Haare, die ent- schieden ins Stahlblaue fallen, sagt Marty(a. a. O. S. 81) und citiert weiter(S. 84, Anm. 3) Heine:Seine Haare waren schwarz, bläulichschwarz, von seltnem Glanzes. ¹) Hierher gehört auch dαzbννιυνσ das zweimal von dem Haupthaar des durch Athenes Macht verjüngten Odysseus gebraucht wird. Man hat früher an die Fülle des gekräuselten Haares gedacht, das einer Hyacinthenblüte ähnele. Indessen ist òdνν⁵οε eine von unserer Hyacinthe ganz verschiedene Blume, ²) wahrscheinlich die blaue Schwertlilie oder der Gartenrittersporn, so dass wir als Vergleichungspunkt die dunkelblaue Färbung bekämen.(Vgl. auch Veckenstedt, 155 ff.).

An dieselbe Färbung müssen wir denken, wenn wir die Wolken(1I, 66) oder die gleich Wolken dahinziehenden Scharen der Krieger(4, 282) das Beiwort zudveos erhalten, oder auch das dunkelblaue Gewand der Meeresgöttin Thetisrον ϑν Obrοι ιιν‿νιεοον έιεεο 50908S; bei allem, was die Meeresgötter angeht, ist der Gebrauch vondunkelblau ja leicht erklärlich. Auch der dunkele Schlamm des Meeresbodens erscheint dunkelblau, 243, drrενεέοε ε*παχα ‿emνέχαeeν ννμιμμιιιιmεμαν, wo wir in den dunkelen Schlund(d. h. die pläulich schimmernde Grotte) der die Wassermengen einschlürfenden Scylla hereinschauen. Schliesslich werden auch die Schiffe, die mit schwarzem Pech angestrichen waren, das thatsächlich ins Blaue schimmert, zZueẽνππςινο enannt.

Neben dieser Bezeichnung für dunkelblau finden wir auch eine für himmelblau, ι⁶³ς Wörtlich übersetzt heisst es luftfarbig oder genauervon der Farbe der anon. Da man als dõo die dickere, dunstige Luft annahm, so übersetzte man das Wort mit nebelig, im Gegensatz zu dem heiteren Glanze des ανν Ganz genau ist aber diese Unterscheidung nicht durchzuführen, klagt doch schon Aristarch zu II. 365 1, otn dοꝓνeirueb d⁴ο ‿ετς τον dlέςς und wir brauchen darum bei der Bedeutung nebelig nicht stehen zu bleiben. Was ist denn die Farbe der Luft? Doch wohl blau, und diese Bedeutung passt zu den Stellen, wWo εeιι⁶ςα vorkommt, recht gut. Ganz abgesehen von εέν und övros, die beide mit blau bezeichnet werden können, sind wir sowohl berechtigt otσοεα, die in der Ferne blauschimmernden

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müssen uns nur aus unserem Vaterland ih die sonnig heiteren Landschaften um das Mittel-

Berge, als auch Gm³ιοε, rrονιν αeν τοον mitεοαοιιν in der Bedeutung blau zu verbinden. Wir meer versetzeu, wie sie uns Goethe(Beiträge zur Optik, Nr. 4, S. 2) schildert.Der Himmel zeigt uns meist ein reines tiefes Blau; die auf- und untergehende Sonne giebt uns einen Begriff vom höchsten Rot bis zum lichtesten Gelb; leichte hin und wieder ziehende Wolken färben sich mannigfaltig, und die Farben des himmlischen Gewölbes teilen sich auf die an genehmste Art dem Boden mit, auf dem wir stehen. Eine blaue Ferne zeigt uns den lieb- lichsten Ü'bergang des Himmels zur Erde, und durch einen verbreiteten reinen Duft schwebt ein lebhafter Glanz in tausendfachen Spielungen über der Gegend. Ein angenehmes Blau färbt selbst die nächsten Schatten. Wenn wir die letzten Worte Goethes beachten, erklürt Sichεκοιι⁸⁶ᷣ als Beiwort von οmνπέοε, dντοονund r6ro, von selbst. ³)

1) Hierauf ist auch die Fabel vom Blaubart zurückzuführen, der einen so schwarzen glänzenden Bart hatte, dass er ins Blaue hinschimmerte.

2) Hehn, Kulturpflanze S. 452. Hyacinthus orientalis ist erst durch die Türken nach Europa gekommen.

3) Nach Hochegger, a. a. 0. S. 51 hat Lorz, Die Farbenbezeichnungen bei Homer, 7*εοειονmsso ero- klärt. Leider habe ich diese Schrift weder hier noch auf der Berliner Bibliothek bekommen können.