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an den Vater des Opferbeschauers und Weinmischers Leiodes q. 144, der doch vermutlich in Beziehung auf dasselbe von ihm schon bekleidete Amt den Namen ivon führt. Sollte das Wort, frage ich, nicht ebenso als„wie Wein aussehend“ auch bedeuten können„nach Wein aussehend“ d. h. allzu reichlichen Genuss von Wein durch die Erscheinung verratend und zwar ganz besonders durch unsicher wankenden Schritt, also taumelnd? Danach erhielte man für die Pflugochsen„taumelig schreitend“, für das sturmbewegte Meer„im Wellen- aufruhr regellos schwankend“. Meiner Ansicht nach erklärt sich der Personenname Olvow viel treffender durch den Hinweis auf die charakteristische, stets vorhandene Gesichtsfarbe der eifrigen Weintrinker als durch den nur hier und da in später Stunde sich zeigenden, schwankenden Gang. Zweitens„taumeln“ die pflügenden Ochsen keineswegs, sondern gehen angestrengt ziehend und stämmig auftretend vor dem Pflug. Und drittens ist von„sturm- bewegten“ Meer an den Stellen, Wo νοs, bei 7cévros steht, nicht die Rede. Wie ein so feinfühliger Dichter wie Jordan, dem wir die beste Homerübersetzung verdanken, zu dieser wenig anmutenden Erklärung kommen konnte, ist mir ganz unbegreiflich.
Eine andere Erklärung bringt Pr. Ilertlein ¹). Er schreibt olνow komme nur bei 95G und r6"wos vor, beiden gemeinsam sei das Brüllen; danach leite man 01νν am besten von der durch erweiterten Wurzel(cf. vok?) und dem zweiten Bestandteil von bοιοαα ab, also „gewaltig-stimmig“. Diese Erklärung passt weder zu dem Bilde der pflügenden Ochsen noch zu dem Rauschen der mässig bewegten See. 4
Wir kommen jetzt zu einem vielumstrittenen Wort, das schon gar manche Unter- suchungen hervorgerufen hat, zu
IIoοοεmς.
Als Bedeutung giebt Capelle-Seiler an 1) wogend, 2) schillernd, schimmernd und 3) im Gegensatz zu seiner sonstigen Bedeutung rot.
Die Etymologie des Wortes ist nach den Untersuchungen von Curtius, Vaniçek u. s. w. nicht zweifelhaft. Curtius ²) leitet es von der Wurzel qovu wallen, brennen ab, aus der sich
sowohl ⸗οοσ, s"— oν rr. skrt. prush als τ G ο%αωσq purpurn erkläre.„Die Sprache fasste, wie es scheint, das Wogen der Gewässer, das Flackern des Feuers und das Schimmern der roten Farbe als synonym“. Ahnlich erklärt Vanicek das Verbum roο ⁶σ als ein verbum
intensivum mit der Bedeutung wogen, aufwallen, unruhig sein, schimmern, schillern. Die Frage dreht sich darum, ob wir 7r οασςᷣ bei Homer als Farbenbezeichnung annehmen müssen oder können. Das Verbum roο weist nicht darauf hin. Wir finden es mit 09α ver- bunden— 16: 8 ν öre 1οοσοε τπειανοο α̈να—z‿μαα 2ον, wo das Wogen und Wallen der Meeresflut mit dem Nachdenken, dem Hin- und Hersinnen des Nestor verglichen wird, v. 20 69 b„ωων οαανν In dieser letzteren Bedeutung, unruhig hin und herdenken, steht 7σασ⁶ 0 551 1⁄1 dε ον 2ταsνν τοσςρναοε ⁴eεννοvν sowie in den beinahe gleichlautenden Stellen, 427, 572, z, 309. An allen diesen Stellen kann von einer Farbenbezeichnung nicht die Rede sein, wir haben nur die Bedeutung unruhig wallen und wogen, die der ersten von Capelle-Seiler angeführten„wogend“ durchaus entspricht.
Das Adjektivum F0οεο Kkommt bei weitem häufiger vor. Es wird von den Wellen eines Flusses 326, von den Meereswogen 482 u. ö. und von II 391 gesagt, also nur von bewegtem Wasser(bei 6„νοε findet sich diese Bezeichnung nicht). An rote Farbe an
1) Korrespondenzblatt für die Gelehrten- und Real-Schulen Württembergs 1895 S. 197. 2) Etym. S. 303.


