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offizier wurde. Er war dann 1875— 76 Probekandidat und wissenschaftlicher Häülfslehrer in Hagenau i. E., von wo er als ordentlicher Lehrer und Alumnatsinspektor 1876 an das Kloster U. L. Frauen in Magdeburg berufen wurde. Diesem hat er bis Michaelis 1895 angehört, 1892 als Titular-Oberlehrer, 1893 als Professor. Auch hat er 10 Jahre lang am Kandidatenkonvikt unterrichtet und beide Bibliotheken der Reihe nach verwaltet. 1895 folgte er einem Rufe als Königlicher Gymnasialdirektor und Leiter des pädagogischen Seminars nach Burg, von wo er Michaelis 1900 an das hiesige Gymnasium versetzt wurde. Seine litterarische Thätigkeit war nach zwei Seiten hin gerichtet, teils schulpolitisch(Blätter für höheres Schulwesen 1884— 88), teils schulwissenschaftlich. Dahin gehören eine Cicerobiographie(1891), eine Auswahl der Cicerobriefe(1892, 6. Doppelauflage 1901), Horaz, sein Leben und seine Werke(1893), Geschichte der römischen Litteratur(1894); ausserdem zerstreute Aufsätze, besonders in der Zeitschrift für Gymnasialwesen, Wochenschrift für-klassische Philologie, sowie in den Preussischen Jahrbüchern u. a.
Auch sonst verlief das Schuliahr nicht ohne schwere Störungen, insbesondere durch die seit Jahren leider immer wiederkehrenden Erkrankungen im Lehrerkollegium. Das ganze Jahr hindurch war Herr Professor Dr. Weidenmüller beurlaubt, für das Winterhalbjahr Herr Professor Hohenthal, für die Zeit vom 27. November bis Weihnachten Herr Oberlehrer Dr. Heinrich Schäfer, vom 5. Dezember bis ebendahin Herr wissenschaftlicher Häülfslehrer Lorch, alle wegen Erkrankungen des Nervensystems. Ausserdem fehlten kürzere Zeit die Herren Oberlehrer Reinhard, Schenkheld, Dr. Philipp Schäfer, Professor Dr. Wilhelmi, Oberlehrer Stange, Dr. Geppert.
An besonderen Ereignissen mag folgendes angeführt werden:
Am 21. Juli stattete der Herr Kultusminister Dr. Studt, der zur Besichtigung der Universitäts-Institute mehrere Tage hier anwesend war, auch unserer Anstalt einen längeren Besuch ab, und der Direktor hatte die Ehre, den Herrn Minister, der in Begleitung Sr. Excellenz des Herrn Oberpräsidenten Grafen von Zedlitz-Trützschler, sowie des vortragenden Rats im Kultusministerium, Geh. Ob.-Reg.-Rat Dr. Naumann, erschienen war, in der mit Laubge- winden geschmückten Eingangshalle des Gymnasiums zu empfangen und durch die Anstalts- räume zu geleiten. Bei diesem Rundgang kam unter anderm die Möglichkeit der Anlage einer Centralheizung und namentlich die Frage der zweckmässigsten Verlegung der Turnhalle an Ort und Stelle zu eingehender Besprechung.
Am 21. und 22. August unternahmen die Schüler der oberen Klassen unter Leitung der Herren Prof. Loeber, Prof. Vogt, Oberlehrer Schenkheld und Dr. Euler einen Aus- flug nach dem hohen Astenberge.
Der Sedantag wurde Sonnabend den 1. September in herkömmlicher Weise gefeiert. Um 9 Uhr versammelten sich Lehrer und Schüler in der Aula zu einer Schulfeier mit Bibel- lektion, Gebet, Gesängen und Vorträgen der Schüler.
Vom Schluss der Sommerferien bis zum 26. September war Herr Oberlehrer Stange zu einer achtwöchentlichen militärischen Übung nach Cassel einberufen und musste durch Zu- sammenlegung einzelner Klassen, teilweise auch durch Uberstunden einiger Lehrer vertreten werden.
Der letzte Schultag des Sommerhalbjahres war der Tag des Scheidens für die drei vorher genannten Herren. Nachdem dem Direktor Dr. Buchenau am Tage zuvor, am 21. September, seitens der Schüler ein wohlgelungener Fackelzug dargebracht worden war, an den sich am selben Abend zu Ehren des Direktors und des Prof. Loeber ein von 200 früheren


