Aufsatz 
Beiträge zur Lehre vom griechischen Pronomen : Ὄδε und οὗτος bei Aeschylus / von Philipp Braun
Entstehung
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durch Pronomina repräsentirt, so bezeichnet 36 sie als gegenwärtig in dem Sinne, dass sie die geistige Thätigkeit, das Interesse des Subjectes fesseln oder von nun an fesseln werden, während ouroc ausdrückt, dass sie gleichsam als abgethan, als erledigt aus der Sphäre des Subjectes entrückt werden. In gleicher Weise aber wie bei einzelnen abstracten Begriffen kann auch bei ganzen Gedanken, bei Vorgängen, Zu- ständen, wenn irgend ein Theil des Satzes nicht durch ein einzelnes zur Begriffsbezeich- nung erstarrtes Merkmal vorgeführt, sondern durch die flüssigeren Pronomina vertreten wird, neben der Zeitbezeichnung, die im Verbum liegt, eine einheitlichere zeitliche Färbung dadurch dem Satz gegeben werden, dass man die Anschauung der ursprünglich räumlichen Entfernung auf das Zeitliche überträgt. Man charakterisirt nämlich alsdann den durch das Pronomen zu repräsentirenden Satztheil je nach der Wahl des Pronomens entweder als für den Redenden gegenwärtig, resp. zukünftig, oder als vergangen, mit andern Worten als seine Gedanken noch in vollem Maasse fesselnd oder als seiner Gedankensphäre entrückt. In diesem Sinne berühren sich solche zeitliche Gebrauchs- anwendungen der Pronomina eng mit der Uebertragung auf das rein Geistige. Man denke sich z. B. in das belagerte Theben. Ist zwischen zwei Bewohnern der Stadt die Rede von einem der Belagerer und man wollte eben nur bezeichnen, dass er ausserhalb der Stadt ist, so würde er durch ouros bezeichnet. Dasselbe wäre der Fall, wenn irgend etwas Gleichgültiges von ihm erzählt würde. Nun aber ist er ein gefährlicher Gegner, die ganze Aufmerksamkeit richtet sich darauf, ihm einen passenden Widerpart zu stellen, da ist er ein 5«*, so Septem 395 xsνν αἀeœeᷣeis 435 1⁴ee o i Suori‿αεᷣrα, 470 20d* υσι mbbéeομσιεᷣ νν ρερερꝙννον 553 α.mνᷣ/‿Qααχι τι... Gv... Soll aber diese hoch- wichtige Frage als erledigt bezeichnet werden, ist er besorgt, kann man seinetwegen beruhigt sein, so heisst es 505 α τασφν οα τοανισνπαο*π1σαςικο⁷.

Es ist bezeichnend, dass in einer grossen Anzahl von Stellen 3e sich mit dem Futurum(oder einer gleichstehenden Form) in affirmativen Sätzen, odros mit jenem Tempus in negativen Sätzen verbindet, sowie dass dieses gern bei den Temporibus, die eine Vergangenheit oder Vollendung bezeichnen, steht.

Es kann nun auch der Fall sein, dass irgend ein Ereigniss seinem Eintreten nach in die Vergangenheit fällt, dass es aber unmittelbar oder mittelbar durch seine Folgen noch in die Gegenwart herüberragt, wenn auch nur soweit, als es noch jetzt das leb- hafteste Interesse erregt. Dann wird wieder 5de eintreten. Es liegt hierbei nahe, eine Analogie zu ziehen mit perfectischen Präsensformen wie αelιοα,"νακι, 2⁴νμυάα, gsuyo u. a. Auch vergleiche man Stellen(Dind. lex Aesch. unter»õv c. perf. u. c. aor.), wo sich»õ mit einem Tempus in Verbindung setzt, welches ausdrückt, dass der Anfang einer jetzt noch dauernden Handlung schon früher eingetreten ist. So sagt Prom.(Pr. 158) ....&Xο&rioνα sroν. Pr. 471 nennt der Dulder sein Leid»o lανοοοσmά‿ und zustimmend sagt 472 der Chor οππιννιναςσ αuνες ri

In diesem, wie ich glaube, hinlänglich erläuterten weiteren Sinne fasse ich den oben gebrauchten Ausdruck-zeitliche Verhältnisse«, welche nach meiner Meinung durch die Pronomina mit zum Ausdrucke kommen, bei der folgenden Zusammenstellung der entsprechenden Stellen.

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