Aufsatz 
Beiträge zur Lehre vom griechischen Pronomen : Ὄδε und οὗτος bei Aeschylus / von Philipp Braun
Entstehung
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Windisch meint ferner wenn osroc und öde direct auf Objecte hinwiesen, so habe b?Troc die Bedeutung von sxelvos, während 5de das Nähere bezeichne. Wie ist es aber, wenn beide Pronomina auf denselben Gegenstand, dieselbe Handlung, dieselbe An- schauung bezogen, in Rede und Gegenrede oder auch in den Worten einer Person in buntem Wechsel vorkommen und zwar nicht immer so(wie Il. P 166 229), dass 5 voraufginge und odroc nachfolgte? Solche Stellen, die genauer unten besprochen werden, sind ziemlich zahlreich.(Vergl. Prom. 997 u. 998, Septem 468 u. 470 u. ö. Suppl. 240 u. 243, 296 ff., 319 u. 321, 458 u. 459, 928 u. 929, 944 u. 946. Agamemn. 860 u. 866, 1286 ff., 1380, 1388 u. 1392, 1404 u. 1414 1419. Choephoren 716718, 841 847, 910 u. 911, Eum. 51 ff, 208 u. 209, 645 u. 649). Da man unmöglich annehmen kann, dass ein solcher Wechsel nur der Mannigfaltigkeit oder des Metrums halber stattfinde oder ganz willkürlich sei, so habe ich geglaubt, mehr als es bis dahin geschehen, die ganze Gestaltung des Satzes, Zeit, Bejahung und Verneinung, Modalität in Betracht ziehen, die tieferen geistigen Beziehungen zwischen Anschauung, Empfindung, Willen des Redenden und dem durch das Pronomen bezeichneten Objecte prüfen zu sollen. Liesse sich aber an Stellen, wo die Pronomina in scharfem Gegensatze gebraucht werden, ein solcher innerer Unterschied der Beziehung mit einiger Ueberzeugung nachweisen, so würde man wohl berechtigt sein, auch an anderen Stellen, wo der Gegensatz nicht unmittelbar die Annahme stützt, eine gleiche tiefere Synthese zwischen Bedeutung des Pronomens und der ganzen Färbung des Satzes anzunehmen.

Ich habe in dem Folgenden den Versuch gemacht, das Resultat der von mir ange- stellten Untersuchungen zu geben und die einzelnen Gebrauchsweisen der beiden Prono- mina zu gruppiren. Wenn ich trotz dem eben Erwähnten nicht inductiv, sondern deductiv verfahren bin, so that ich das nicht in der Meinung, als ob ich zu Resultaten gelangt sei, die keinem Zweifel mehr unterlägen, sondern weil es mir bei der grossen Zahl der oft nur zu citirenden Stellen notwendig und für eine Prüfung meiner Aufstellung über- sichtlicher zu sein schien. Eine Anzahl der aufgestellten Gesichtspunkte ist nicht neu, sondern findet sich schon in Grammatiken, so bei Kühner*). Dass ich trotzdem auch hier die zu einander gehörigen Stellen möglichst vollständig citirt, habe, wird vielleicht für spätere Untersuchungen die Arbeit erleichtern. Was das Finden eines Resultates recht erschwert, das ist der Umstand, dass sehr häufig die Möglichkeit ver- schiedener Auffassung vorliegt, die oft mehr Sache des Gefühls als des Verstandes ist. An solchen Stellen habe ich meist durch beigefügte Zahlen auf die Paragraphen verwiesen, unter welche sie mir gleichfalls gebracht werden zu können schienen. Ueber eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Stellen, die sich meinen Gruppirungsversuchen nicht fügen, rede ich weiter unten.

nicht trennen kann, ist oproc und 50⸗1 identisch. Was für ofros gilt, gilt ihm auch für 564. Da er seiner Arbeit die Sprache der verschiedenen Zeiten zu Grunde legt, muss sich für ihn der Unterschied zwischen ofros und 66- verwischen. ofrog gilt ihm allgemein für das Nahe; pron. 286 Axl*rur 21nςᷣ o melcs,

TAGHꝓ E 9 0 ros, aA μν Tεεεέετεα. *) eaetvos, dessen Verhältniss zu ofroc und 3- ziemlich klar auf der Hand liegt, habe ich bei Seite gelassen.**) Ausführl. Grammatik, 2. Aufl.§. 467.