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hergestellt. Indes lässt sich über diese Ergänzung noch streiten. Bergk schlägt vor ôocν cei zu schreiben, weil die Schol. bei ihren Umschreibungen nicht das Wort des Textes zu gebrauchen pflegten. Die Schol. geben den Begriff des ausgefallenen Wortes wieder durch Aτενικᷣ α-— rooAen eir(rO⁶ρ6 εεν?) und eins durch das doppelte donzi al su dœενα—, was allerdings die Böckh'sche Conjectur zu empfehlen scheint. Indes findet sich zufällig dieselbe Zusammenstellung von Gαeπκναινν und dı ziναρςοα auch in den Schol. zu Nem. III, 75 als Umschreibung für genau denselben Gedanken, wie an unserer Stelle, und aus der Gleichheit der Umschreibung lässt sich bei dem wie es scheint stehenden Ausdruck auf die Gleichheit des Umschriebenen schliessen. Die Stelle heisst:(6 Ʒejsν S ονεμινς ꝛ ενέμ̈ππααηιν τι ππαμαϊαέεκειμιμιμννον.
Aber auch noch in einer anderen Beziehung gewähren die Schol. über unsere Stelle Aufschluss. Man ist bisner an dem Worte dοααιον vorübergegangen, ohne auch nur daran zu denken, dass sich in ihm ein Besserungsversuch eines Grammatikers bergen könnte. Und doch sind der Verdächtigungsgründe genug! Ich will nicht von der auffallenden Stellung im Satze reden, die könnte ich durch ein anderes Beispiel vertheidigen; was mich hauptsächlich an dem Worte irre gemacht hat, ist, dass die Schol. fast keine Notiz davon nehmen, dagegen übereinstimmend den Ausfall eines andern Wortes vermuthen lassen, das in der Construction des Satzes die Stelle von ³ααιον einnahm. Wir lesen nemlich in den Schol. 1) ⁶πνσνπτ⁴αρινπιαηκν τκρ☚‿&rεᷣτνννωυν dei&απQ, Uir⁴daοs d'sεν Arπνεεες νασα 2) rν ϑε μ ⁶ο⁶στπ⁴E⁵ι τ⁴ πσQe dæς το να Gxππμεμεν αꝶ u duiœxrtsva. 3) 5 dε ꝓε, τ⁰? τννν εςσραινι Ʒτι ακασο ς εα⁵* uραςοννκνα τααοοσemσηνdντοο νν½ᷣπαηοα n6dœ ενιε αα. Also nirgens eine Spur von οαιαιον Ein viertes Schol. endlich, das aber seine Entstehung aus dem zweiten leicht verräth und aus einer Zeit stammen mag, da man schon zu Conjecturen gegriffen hatte, sagt zwar: del 5εααι⁶³ι εοστι τππααφ τ xaꝑd Trõdς τονω οοσρ⁵‿αερνρνεναι ποσσσς⁵ενει wahrscheinlich ein Abklatsch des nicht ver- standenen Grοmeᷣeν αά εi ϑααινιενασα im 2. Schol.); es kann aber den andern Zeugnissen gegenüber keine Beweiskraft beanspruchen. Dazu kommt, dass bei dem corrupten Zustand der Stelle aus dem folgenden α ein Aοεν leicht erfunden und als Flickwerk einge- schoben werden konnte. Da ich nun auch Isth. IV, 16 in den Schol. die Umschreibung r00⁶ν—κεα für ein resrres des Textes finde, so stehe ich jetzt nicht mehr an, dem Pindar auch an unserer Stelle das sehr passende osme, zu vindiciren, während ich vorher an ein in xoiuæ untergegangenes xor(Schol. Jεντ„ dachte(xoν wμ αέἀάαυ) und&οααιον mit 7r00 7r⁴ος verband»das gegenwärtige Gute« d. h. die Freiheit Griechenlands im Gegensatz zu dem Schicksal des thebanischen Adels.
Schliesslich noch ein Wort über xoiuœ rar. L. Schmidt und Bergk haben dies FTã verdächtigt und mit dem folgenden dαμ verbunden. Zwar scheint es, als müsse bei Vergleichung von Ol. IX, 100: 10 dε σανσ ταρααιον αην, was man dem Sinne nach recht wohl erweitern könnte zu: dε †φνσ ορœeννiora Gogoia anaoa(jede angeborene Kunst ist die beste), in grammatischer Beziehung das Mistrauen gegen das Wort


