Aufsatz 
Beiträge zur Erklärung Pindar's / von August Wiskemann
Entstehung
Einzelbild herunterladen

26

V. 19 an beginnt ein neues Lied, das unzweifelhaft zuerst gedichtet worden war. Und auf diesen bestimmten einzelnen Sieg bezieht sich speciell der Vergleich mit dem Löwen und Fuchse, da Melissos in ihm durch eine List gesiegt zu haben scheint. In diesem schweren Kampfe also(rvos in diesem Sinne lässt sich vielleicht ein dutzendmal bei Pindar nachweisen) glich Melissos an Tapferkeit einem Löwen, an List einem Fuchse. Den Sinn hat der Schol. getroffen, jedoch mangelt noch immer das unentbehrliche Verbum, das nothwendig in rôauα der Hdschr. steckt und nach unserer Auffassung im Imperfect stand(s)réaα.

Nun haben wir leichtes Spiel. In dem υμν der codd. finden wir das v uενν τμ⁴τ des Schol. wieder; dem νοσεuorr, des Schol. verschaffen wir ebenfalls einen Platz, wenn wir statt sιςοεᷣαεᷣ ν e leörrcr schreiben 40ιρ⁵οσειαμεεα mϑνõOρ sorrt; denn des Schol. d ϑορνκων έανν ist ja wohl dasselbe wie d έι£ϑυν 1œων, und der kühne Muth zum Angriff wird passend mit einem Löwen auf der Jagd verglichen. Nachdem einmal durch Verkennung der Synizese e mit soεεοεᷣεrα in eins verschmolzen(vergl. oben Isth. I, 41), war der Verderbnis Thür und Thor geöftnet, wozu das verführerische ölua, als Synonym zu uuös gedacht, nicht wenig beitrug. Die Stelle lautet demnach: Wir wollen den M. besingen, denn er hielt wacker aus im schweren Kampfe, an Muth gleich dem brüllenden Löwen auf der Jagd, an List aber ein Fuchs.

(&)ziduœdo, sixdde μ qᷣα̈μοαμεεα&ν ϑν 4οvο 16,, A³μιμν ꝙνσ‿ιαηε.

Isth. V, 35 f. d Aiœxid αάά⁴ςν &cᷣ r160νiκοσν ππα. Fmν᷑ανιυινμέμννον.

Hercules will, so berichtet Pindar, den Telamon zur Theilnahme an dem Zuge gegen Troja auffordern, begibt sich daher zu ihm und findet ihn,»da alle schmausten«. So kann Pindar nicht geschricben haben. In den Schol. finden sich diese Worte: αœ* ττõ-kxo Traæda 10νᷣ εᷣαμνσα εi ονντπωνπ ⁵⁶σι πηαον νυαα ασνσmν μννν συυνμμαρ◻ε̃Hm e(ergänze zadν) Eruxer dννεκνοε☚ν ε☛νιαοωσαωιιμ̈νοωνν τν Tsæανα. Daraus ersehen wir, 1) dass das Wort dæνννσσσα sich nur auf den Telamon beziehen kann; 2) dass deshalb die Lesart ανκπσυ zu verwerfen ist; 3) da ohne Frage im Schol.&ςεμ σιν statt revosĩv geschrieben werden muss, so haben wir ein Particip an die Stelle von rãvwn in den Text zu setzen und zwar ein Synonymon von νοσιν, nemlich αν, dessen Verwandlung in œeνπαπν auf die natürlichste Weise vor sich gieng, indem das N am Ende von xuoyοsv zu II wurde. Selbstverständlieh muss nun dauνναιμέςμνον geschrieben werden. Bei einer Veränderung, die in so hohem Grade die Wahrscheinlichkeit für sieh hat, wird sich ja wohl auch das Bedenken, das einem wegen der pleonastischen Zusammenstellung von ioνσεν und eνπέν kommen könnte, verlieren.