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Hartung ist hier geltend zu machen, dass der Scholiast mit dem 76 ½60-3 nicht den Begriff »suus« ausdrücken, sondern dadurch hervorheben will, dass der Gott als Gott einem einzelnen Menschen gegenüber, den persönlichen Bestrebungen Hierons seine Sorge zu- wendet. Es fragt sich nun, ob aus den Schol. eine annehmbare Erklärung der Stelle zu gewinnen ist. Hier muss ich bemerken, dass die Böckh-Dissensche Auslegung: deus patronus conatibus tuis prospicit, habens hanc curam, h. e. studiose prospicit, die sich auf folgendes Schol. stützt: εςσ επtm dx diοινκνκννσ τεᷣxε⁵ςσε μ⁶εαασι αμεμναs, idos 2X Todro, slc roντο Gmποωνερων, 16 GO τοοπονεπετιονασ, wenig geeignet ist unsern Glauben an die Richtigkeit des überlieferten Textes zu erhöhen. Denn eine so fade Wiederholung desselben Gedankens ist dem Dichter doch kaum zuzutrauen. Vielmehr fordert der Zusammenhang der Stelle in dem zννπιο ααdoc eine Beziehung auf die vorhergenannten Verhältnisse Hierons, auf all' die herrlichen Gaben, die das Glück ihm vor andern ver- liehen. Dieser Forderung genügt ein zweites Schol.(schol. vet.): εο επτιροπ Gov d ε&ꝓνν☛κι rεᷣ æx σφιτα o‿o a dGais uoiuοναe, Aε☛6νν τεᷣ&α ναααᷣ τιν αν οσσον idεrα sε, soydꝭeræi Gε uννπ Das εαμmeναιeνιτε stuν εd 16ν*κααμιν deρναςν ist nemlich eine Umschreibung des V. 104 gespendeten Lobes (αν τε 16⁴ο und umfasst das Gelingen aller edlen Bestrebungen Hierons, worin eben die treue Pflege und Fürsorge(«⁴ds) des Gottes besteht, wie sie sonst nur zwischen den nächsten Verwandten zu finden ist. Zugleich lernen wir aus diesem Schol., wie wir zεœæνς usoειμναάα zu beziehen und Exeu zu übersetzen haben. Ferner daraus, dass der Scholiast das Verbum finitum æx setzt und das undeza als Nebensache hinten ansetzt, geht hervor, dass er in dem Participialsatz 2xν des Textes den Hauptgedanken sah. Endlich beweist die willkürliche Erklärung von 1⁶⁸εταν(sgyoerai ds veννννmν, dass der Schol. kein Wort des Textes mit uderaz in directe Beziehung setzte, es also absolut auffasste, wie auch noch andere Schol. thun, die es meist mit Sοuleuezæt wiedergeben. Nach dem betrachteten Schol. müssen wir also übersetzen, und ich glaube, dass sich auch die andern Schol. zum Theil in diesem Sinne deuten lassen:»Mit solcher liebevollen Theilnahme in allem, was du unternimmst(ë&exνεουν τοντπο ε᷑]dos εααισ μεεεμιναια*), waltet der Gott, unter dessen Schutz du stehst(s-rırτοοπτοο ⁸), über dir«, oder:»In seinem Walten wacht er so fürsorglich und väterlich über deinen Bestrebungen«. Bei dieser Uebersetzung wird der vorhergehende Gedanke mit dem folgenden zu einem wohl zusammenhängenden Ganzen verbunden: Dich, o Hieron, will ich besingen; einen Mann, der nach dem Schönen und Ehrenvollen(V. 104) mit mehr Eifer und grösserm Erfolge strebt, kann ich für mein Lied nicht finden: mit solcher Huld waltet der Gott über deinen Bestrebungen. Und wenn diese Huld fortdauert, so wird dir auch noch ein Wagensieg zu Theil werden.


