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Cumillus eos vicit. Romuni multos et potentes populos bello persecuti sunt. Cui hune librum ddedisti? Illi dedi, qui cupivit. Cajus ob insigne studium ab omnibus laudatur. Frater meus et soror hodie venient. Sunt judices, itague legibus pareamus!
Jetzt sind die Misstöne beseitigt. Der Sextaner sieht in jedem Satz seiner Arbeit die rothe Tinte. Weshalb ihm der Lehrer soviel hineincorrigirt hat, wird ihm im günstigen Fall erklärt, aber eine Uebung, um ihm die Germanismen abzugewöhnen, findet nicht Statt; sie liegt nicht im Plan des Uebungsbuches. Also kebren alle diese Fehler wieder und verschleppen sich in die mittleren, einzelne sogar in die oberen Klassen.
Doch geben wir nun auch den Quintanern cin Extemporale. Damit diese nicht dieselben unreinen Töne anstimmen, wie die Sextaner, soll es ein ganz anderes Lied sein; ich fürchte
sonst, sie möchten es nicht besser machen.
Uebet das Gedächtniss, ihr Knaben, denn ihr wisst, dass ihr die lateinische Sprache lernen müsst.
Wie es nichts weisseres giebt als der Schnee, so scheint nichts schwärzer zu sein als die Kohle.
Mehrere Freunde haben mir erzählt, dass du mehr Bücher habest als ich.
Jeder Tapfere will lieber ehrenvoll sterben als schimpflich leben.
Wenn Körper und Geist gestärkt ist, fürch- ten wir Keinen.
Der weise Socrates soll von sanfter Sinnes- art gewesen sein.
Man glaubt, der Kaiser Augustus sei kein grosser Heerführer gewesen.
Cäsar sagte, dass die Herrschaft des römi- schen Volkes in Gallien völlig berech- tigt sei.
Nachdem Cäsar die Dolmetscher entfernt hatte, unterredete er sich durch Ver- mittlung des Valerius, eines seiner Ver- trauten, dem er das grösste Vertrauen in adlen Dingen erwies, mit dem Divi-— tiacus.
Exercete memoriam, vos pueri; nam intelle- gitis linguam latinam vobis discendam esse.
Ut nihil candidius est quam nix, nihil ni- grius esse videtur, quam carbo.
Plures amici mihi narraverunt, tibi com- plures libros esse quam mihi.
Quisque fortis honeste mori mavult quam turpiter vivere.
Corpore animoque confirmato timemus nullum.
Sapiens Socrates mitis ingenii fuisse dicitur.
Augustum imperatorem nullum magnum ducem fuisse putant.
Caesar imperium Romani populi in Gallia plene justum esse dixit.
Caesar interpretibus remotis per Valerium, unum ex familiaribus suis, cui fidem summam omnium rerum habebat, cum Divitiaco collocutus est.
Man sieht, die Quintaner haben Sicherheit in der Declination und Conjugation und wissen auch den abl. abs.. dcc. c. inf., sowie andere leichte syntaktische Regeln anzuwenden. Und doch lauter Missklänge! Manche derselben werden wohl in der Tertia verklingen, andere aber hört man noch in oberen Klassen. Der Lehrer verbessert die Fehler; nun sieht das Scriptum
also aus:


