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geben. Hbenso wurden dureh einen NHinisterial-Erlal xom 29. hehruar die kurhessischen Bergämter angoxiesem, eine Sammlung der auf den betreflendon Nerben vorkommenden Uimtschen Minerallen und Gesteinsarten kostenftei an dus Gymmasium einzusenden
IlI. Die Zeit von 1848 1867.
Der bedeutende Aufschuwung, den das poliisehe Lobon im Frilhiahr 1848 mahm, konnte matürlien auch auf die höheren Schulen mit ihren Lehrerm und Sehilerm meht ohne dannag dieiden. Der Ruf nneh Deutschiands Einheit und Preiheit der, hange untordrüeut nn Iacht jetet erblang, fund lebhaften Wicerhall anch in den Heraan der Mehrheit des Hersfelder Tehrerkollegiums; Gymmasſallehrer Pfurrer Jakobi. dessen Sushension nom Amnte Run undlien anſgshoben wurde, zog als erxätlter Vertroter des llorsfelder Woblkroison n nan Aationatxersammlung in Frankfurt eim, wo er sich mit Entschiedonheit der erbbaisar lenon Partei anschloß; und der Gymmasiallelror Wiskemamm vertabte damals eine Preis- ohrn, worin er die Demokratie als die theorotisch boste Statstomm muchuies Wie aden die freineitliehen Ideen auch die Sehüler des Hersfelder Gymnasiums ergridten dafür medin Dobument ein„Aufruf an die Gymmasiasten Hemsfäläs“, der au bezsichnend ist für hachwenglehkeit jenar poftiseh errogten Leit und augjeich für die Umreile deiner Therlusser, als dab er micht verdjente, teitseiso lier abgedruckt zu werden:„Brcerd, a Neilt es Jarin.„wir haben erlebt in diesen Tugen, was beishiellos in der Weltgeschichte ui; ein herriiches und Elückverheidendes MNorgenrot ist am Horhwnte uler völker Deutsch. mins auttestiagen, das Gewölk, das tief und drohend auf uns hermiodorhing und'es schwül und bange ums Herz machte, dies Gewölk der Bedrückung hat ein kriftiger Morgenwind und anenn Stuße zeratreut, und ein helleres und schäneres lieht beiunt den Völkemn an tagen. Darum sind wir alle hoch und freuig und mit Dank gegen die Gottheit gestimmt, ene rwern nur, dad unser Tutendrang ungekxlhlt Ulieb und es uns versagt ar zu handeln und dnnttelbar in die Begsbenbeiten emzmgreifen und zum Wolle des Laterlandes undan unnrlein beientragen. Aber Brücderl richten wir unserm Blek uur auf das, was wir sind Selernan wir werden wollen. Wir eind studierende Junghnge, auf deren verhalten, auf und wt uen, auf deren Garinnung als Staats. und Volksdiener das dersinatise Wabl des Vtarlandes mum Fgrouen Teile beruht... Sind wir jetet, wo unser Ham am empfänglich- Nan kur alles Große, Gute und Schöne, wo unser Inneres von den sehiusten kdoon und neien Bestrebungen erfüllt tst, oind wir in dieser Zeit hroaisch und nieht duraut bedacht, uns brücerlch und edelgeinnt gegen eimander au bexeisen, denkon wir jetat nur an und undet und machen vir uns nicht fühig, einstmals im Lhon unseren Mitmenachen neb und naltscich ontgegenzutreten, was werden wir hernach als Nlönner sein, wem die Begeisterung mnanlund der überlegende, kalte Verstand an ihre Stelle tiit, der nur au olt alles Hlöhere unl üver den gemeinen Hoxiont Hinansgehende verlacht und verspottet?- Darn schliegen uun 3Vorehläge an, nämlieh 1) Finführung des allgemeinen„Schten doutschen Du*, ²)


