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Infolge der Reorganisation von 18aa und der Einrichtung einer vierten Klasse waren anch Veränderungen im Gymnasialgebäude notwendig geworden. Noch im Jahre 1sas wurden ausfühnliehe Pline und Kostenanschlige entworfen und die Arbeiten, nachdem aus der Stuatskasse eine Summe von 680 Talern als außerordentliche Unterstütung des Gymmasial-yonds verxilligt worden War, in den Jahren 1834 und 1885 vollendet. Es wuride damals in dem rechten Flügel des Gebäudes ein neues Lehrzimmer eingeriehtet und der Rxamensaal, die Aula(etzige Oberprima), die durch eine verschiebbare Wand zum Audi. worium eingerichtet worden war, ihrer ursprünglichen Bestimmung wiedergegeben, so dab von jetat an alle Sonnabend mach Sehluß der Lehrstunden eine gemeinsame Versammlung aller Lehrer und Sehüler zu Gesang und Gebet abgehalten werden konnte. Außerdem Nurden in den Lehrerwohnungen gröhere Reparaturen ausgeführt, die schon früher als dringend notwendig bezcichnet worden waren, aber immer wegen mangelnder littel hatten anrüehgestellt werden müssen. Der Kostenanschlag von 1Sad weist für die Lehreimmer 390, für die Direktor-Wohnung 6à4, für die 2weite Lehrerwohmung 74, für die dritte Lehrer- Nohnung 116. für Errichtung eines Schuleimmers im linken Fluügel 187, für Veründerung der dritten Lehrerwohnung 290. für Aufbesserung der Pulte 85 und für 18 Rouleaux 10 Tuler, zusammen 1786 Taler auf.
Rine wiehtige Erwerbung wurde dem Gymnasium im Jahre 1838 zuteil, indem mit Berilligung des Ministeriums des Innern das chemalige von dem Inspektor Mel gestiftete sticlische Waisenhaus, das schon Seit langer Zeit nicht mehr von den Wrisen bewohnt vurde und nur dem Waisenhaus Versalter zur Wohnung diente, wegen seiner für die Zwecke des Gymnasiums sehr günstiten Lage(iunerhalb der Ringmanern) durch gericht- liehen Vertrag vom 14. November 18ds aus dem Besitz der Stadt in den des Gymmasiums überging. Dieses Haus wurde nun so eingerichtet, daß darin ein geräumiger Speisesaal für die Alumnen des Freitisches, ein anderes gröheres Zimmer(jetet Amtsaimmer des Direktors) für den Physikalischen Unterricht und zur Aufbewahrung des Physialischen Apparates, ein Limmer für die Quinta, sowie die Wohnung für den Pedellen vorhanden waren und dab noch Raum für den ékonomen übrig blieb. Am 10. September 1840 konnte die Speisung der Alumnen, die seit 1825 in dem Hause des Okonomen stattgefunden hatte, in dem neuen Speisesaal eröffnet werden. In den folgenden dahren hat dann der Bau noch einige Erweiterungen erfuhren.
Das Aufnahmegeld betrug nach wie vor 5 Taler 19 Groschen 4 Heller, das Sehulgeld wierteljährlich 8 Taler 8 Groschen; aulerdem hatte jeder Schüler in jedem Halbjahr 4 Groschen, die Alumnen im Winterhalbjahr Groschen an den Peddellen zu ent. riehten.
Die Bibliothek verfügte noch immer über geriuge Mitel und war grofenteils auf Geschenke angowiesen; unter den Gebern verdient besonders der Hofrat Murhard in Cassel genannt 2u Werden.
Mit Lehrmitteln war es schlimm bestellt; an einem Physikalischen Apparat tehlte es vollständig. Erst im Jahre 1840 Wurde dazu ein Grund gelegt, indem der Direktor des Casseler Gymmasiums dureh einen Besehluß des Ministeriums des Iunern vom 24. Februar ermäehtigt wurde, etwa 20 wohl erhaltene Instrumente an das Hersfelder Gymnasium abzu-


