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sichere und geläufigge Kenntnis der Redeteile und ihrer Abwundlungen, sowie einigen Wort. vorrat besitzon, sondern auch die gewöhnlichsten Regein der Syutax kennen und einige Gbung im Übersetzen aus dem Lateinischen ins Deutsche und umgekehrt erlangt haben sollten. Anlerdem sollten sie griechisch lesen und schreiben können, in gemeinnüteigen Kenntmissen nicht unerfahren sein, die gewöhnlichen Würter der Muttersprache richtig zu schreiben wissen und die wichtigsten Religion und Sittenlehre betreffenden Begrie gefubt haben.
Bei der Neuordnung des Unterriehts Kurde die alte Bestimmung des Gymnasiums, eino allgomeine wissenschaftliche Vorbereitung zu den Universitätsstudien 2u gewähren, unver- rückt festgehalten und dahin gestrebt, ein auf sicherem Grunde ruhendes, stufenweises Fort. schreiten in den anerkannten Hauptfächern des Gymnasialunterrichts au erleichtern, aber alle Lersplitterung und Überladung, soviel als mäglich, zu verhüten. Die beiden alten Sprachen stehen durchaus im Mittelpunbt; von der Gesamtzuhl von 124 Wochenstunden entfällt auf sie mit Ge Stunden die Hälfte
Seit Herbst 1833 wurde anch Unterricht im Singen und Zeiehnen erteilt, während ein solcher im Turnen(und Sehwimmen) erst Ostern 1835 hinzukam.
Der Lehrplan gestaltete sich durch die Neuordnung folgendermagen:
Nathematik
3 3 12 Naturkunde 8 2—— 4 Geographie— 2 2 2— 6 Geschiehte 1 2 2 6 G) Religion- 2 2 2— Schreiben 3 2 1 6 Zusammen 32 32 31 121(123)
Dazu kommen für besondere Abteilungen Gesung Unterricht in 4 Stunden Zeichen.„ in4„ Dieser Lehrplan enlit im Laufe der mächsten Jahro einige Veränderungen, qureh die mehr Einheit und Zusammenhang in den Vnterrieht gebracht werden sollte; so fielen im Sommerhalbjahr Geographie in WV und II, Geschiehte in III aus, um dann im Winterhalb- jahr mit vermehrter Stundemzahl wieder einzutreten, während dann andere verwandte Dis-


