Aufsatz 
Beiträge zur körperlichen Erziehung / von Karl Knabe, Max Georg Schmidt und Walter Kürschner
Entstehung
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sellschaft schnell zusammen. Mittags wurden, wenn mög lich, etwa 3 Stunden Pause gemacht, bei schönem Wetter richtig Mittagsschlaf gehalten. Die Schuhe wurden ausge- zogen, wo es ging, ein Fußbad genommen, gegessen, Skiz- ziert, Schmetterlingsjagd, Pflanzen- oder Steinsuche betrieben. Danach wurde bis 5 oder 6 Uhr weiter marschiert. Waren die Strapazen größer, so half oft ein frisches Lied, ein flott gepfiffener Marsch; auch eine Mundharmonika, die den schönen NamenMaulorgel führt, tat gute Dienste. Starke Anstren- gung wurde nie als Unglück empfunden; in der Erinnerung sind solche Tage den Schülern meistens Höhepunkte der Reise geblieben; sie waren stolz, Tüchtiges geleistet zu haben. Im Durchschnitt wurde etwa 8 Stunden am Tag gelaufen. Beim Einrücken ins Quartier wurde zunächst die Verteilung der Zimmer vorgenommen, meist solche von 23 Betten. Auf der letzten größten Tour mußte aus Gründen der Spar- samkeit auch ein paarmal auf Strohlager geschlafen werden. Das hatte zwar den Nachteil, daß durch das Ungewohnte manche Schüler nicht so recht zur Ruhe kamen, machte aber auch durch das Neue wieder Spaß. Selbstverständlich teilte der Leiter der Fahrt dann das Lager mit seinen Schülern.

War unterwegs keine Gelegenheit gewesen, ein Bad zu nehmen, so wurde das jetzt, wo Anstalt oder Fluß vorhan den, nach gründlicher Abkühlung nachgeholt. Auf jeden Fall aber wurde den Schülern empfohlen, die Stunde Zeit zwischen Einrücken und Abendessen zum Waschen und Pflegen der Füße, überhaupt zur Säuberung vom Reisestaub zu verwenden; die meisten zogen jetzt ihre Turnschuhe an. Die etwa noch übrige Zeit stand zu freier Verfügung; die Schüler konnten in den nächsten Straßen herumgehen, An- denken einkaufen, ihre Briefe von der Post holen und be- antworten.

Die Mahlzeiten waren gemeinsam; kein Schüler verließ die Tafel, bis sie offiziell aufgehoben war. Die Zeit von