Aufsatz 
Beiträge zur körperlichen Erziehung / von Karl Knabe, Max Georg Schmidt und Walter Kürschner
Entstehung
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gewesen. Persönliche Ausgaben für Getränke, Ansichtskarten und dergl. mußten die Schüler gleich bei Entnahme selbst bezahlen, doch ohne Trinkgeld, das bei Begleichung der Hotelrechnung für alle gegeben wurde.

Was die Kosten der Reise betrifft, so war es durch vorherige Verabredung mit den Hotelbesitzern und Berech- nung der Bahnfahrt möglich, ziemlich genau den Betrag, den jeder Teilnehmer, Lehrer wie Schüler, an die Reisekasse zu zahlen hatte, im Voraus zu bestimmen und zu erheben. Außer- dem brauchte jeder Schüler noch einige Mark für seine persön- lichen Bedürfnisse und die Verköstigung während des Mar- sches. Die Schüler, die nicht alles(z. B. Baden) mitmachten oder gelegentlich, wo nicht Betten genug vorhanden waren, auf Stroh schliefen, bekamen am Schlusse der Reise die betr. Beträge wieder zurück. Für Abendessen, Nachtquartier im Bett und Frühstück, wie oben geschildert, wurden in der Regel 2.50 bis 3. Mk. bezahlt. Eine Reisesparkasse, die den Schülern ermöglichen sollte, schon das ganze Jahr hin- durch an ihrem Taschengeld für die große Sommerreise zu sparen, wurde nur von einigen benutzt; doch hatte sich ein Schüler so z. B. über 5 Mk. gespart.

Der Verlauf eines Marschtages war etwa folgender: Früh nach dem Wecken wurde zum Kaffee gleich marschbereit angetreten. Nach dem Kaffee wurden die Aemter verteilt, die Träger der Apotheke, Karten usw. bestimmt, und die Führer traten an die Spitze der Schar. Der größte Teil des Weges sollte immer am Morgen erledigt werden; daher ging's früh weg. Nach etwa zwei Stunden wurde gewöhn- lich eine ⁰½ stündige Pause zum zweiten Frühstück gemacht, dann tapfer bis Mittag weitermarschiert, und zwar in zwang- losen Gruppen; doch mußte der Nachtrab mit der Spitze Fühlung behalten, letztere an zweifelhaften Stellen warten, bis alle zusammen waren; meist im Notfall brachte die Pfeife des Führers oder ein Hornsignal eines der Schüler die Ge-