Aufsatz 
Beiträge zur körperlichen Erziehung / von Karl Knabe, Max Georg Schmidt und Walter Kürschner
Entstehung
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Sodann werden die Teilnehmer der Fahrt auf das, was sie sehen werden, vorbereitet, ihr Interesse geweckt und gute Karten, Bücher oder Reiseführer zum Studium empfohlen. Mit teilweise gutem Erfolg hat der Leiter dieser Fahrten das letzte Mal die Schüler selbst zur Erklärung alles Sehenswerten herangezogen, indem je zwei von ihnen für einen Tag die Führung nach den Generalstabskarten(mit Nachhilfe) und die Erklärung übernehmen mußten und sich schon daheim dafür vorbereiteten.) Mit zur Vorbereitung der Wanderung gehört ferner die Ausrüstung. Auch da muß der Leiter vorher manches besprechen, z. B. vor neuen Schuhen warnen (gebrauchte starke Schuhe mit Doppelsohlen sind am besten), einfache, bequeme Kleidung empfehlen, an Mitnahme nötiger Dinge, wie Zahnbürste, Seife, Kamm, Trinkbecher u. s. w., erinnern. Das Geld wird am sichersten in einem Militärgeld- beutel auf der Brust getragen, die Wäsche, Strümpfe, Haus- schuhe oder Turnschuhe, Handtuch und Badehose im Ruck- sack. Bei weiteren Wanderungen tun die Schüler gut, sich nach einem bestimmten Quartier frische Wäsche postlagernd schicken zu lassen; in demselben Paket wird dann die ge brauchte nach Hause geschickt. Schirm und Stock, die doch oft stehen bleiben, werden ganz fortgelassen, gegen Unbilden der Witterung und beim Lagern auf dem Erdboden tut ein Umhang aus Lodenstoff vorzügliche Dienste. Die Schüler tragen ferner immer ihre Klassenmützen, und das Bewußtsein, so in gewissem Sinne ihre Anstalt öffentlich zu vertreten, trägt, auch wenn sie nicht direkt beaufsichtigt sind, dazu bei, daß sie ihrer Schule keine Schande machen. Der eine oder andere Schüler nimmt etwas Nähzeug und Knöpfe oder einige Sicherheitsnadeln für etwaige Notfälle mit, der Führer außer den Karten und Reiseführern eine kleine Taschenapotheke, etwas Verbandzeug und ein gutes Fernglas. Diese Gegen- stände werden, da zum allgemeinen Gebrauch bestimmt, ab-

1) Zu solcher Vorbereitung eignet sich ganz vorzüglich dieHessi- sche Landes- und Volkskunde von Hessler(I2, Marburg 1907).