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Eine längere Auseinandersetzung darüber, daß gerade solche Spiele eine ganze Reihe günstiger Wirkungen auf Körper, Geist und Willen im Gefolge haben werden, hieße Wasser in die Lahn, Eulen nach Marburg tragen.—
Die vielgepriesene Umgebung unserer Stadt mit ihrem reichen Wechsel von Berg und Tal, von Feld, Hochwald und Unterholz, mit den zahlreichen Touristenwegen, Forsthäusern und Aussichtspunkten, den Fluß- und Eisenbahnbrücken und altem Gemäuer— all das bietet Stoff und Gelegenheit für eine überraschende Fülle von Aufgaben, die am besten aus dem Bereich des„kleinen Kriegs“ entnommen werden. Bald gilt es einen Lebensmitteltransport(im Winter auf Rodel- schlitten) auf nächstem Wege nach Bürgeln oder Ginseldorf zu führen, der vom Feind abgefangen werden soll, bald muß die Mooseiche gegen Überfall gesichert werden, oder die Eisenbahnübergänge bei Gisselberg und Nieder-Weimar sollen durch Radfahrpatrouillen zerstört werden.
Im einzelnen bietet freilich die Anlage der UÜbung noch Schwierigkeiten genug; denn das Gespenst der Haftpflicht droht, und deshalb muß die Idee der Aufgabe und der jedes- maligen„Kriegsgesetze“ sich in der Richtung bewegen, daß nicht eine allgemeine Prügelei den Erfolg des Tages ent- scheidet, sondern daß die eine Partei die andere vorsichtig anzupürschen und womöglich unter Vermeidung jeden Zu— sammenstoßes deren Reihen zu durchbrechen hat.
Folgende Kriegsspiele, die zwischen zwei in den Turn-— stunden kombinierten Obertertien unter Führung und Beteili- gung zahlreicher Primaner stattfanden, mögen den Verlauf im einzelnen dartun.
l. Depeschenschmuggel durch die feindliche Vorpostenlinie.
Einige Tage zuvor wurde allen Beteiligten die Kriegs- lage bekannt gegeben: Eine rote Armee ist siegreich über


