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den Rhein vorgedrungen und hat die„Festung“ Marburg be— setzt. Eine blaue Armee rückt zum Entsatz aus der Richtung Dreihausen— Heskem-— Beltershausen heran; die Bevölkerung Marburgs zeigt sich dem Gegner sehr aufsässig und wird vermutlich die Maßnahmen der blauen Armee durch einen Aufstand unterstützen.
Am vorletzten Tag erhielten die Führer von Blau und Rot ihren Sonderauftrag, der zunächst nur den eigenen Unter- führern bekannt gegeben werden durfte, sonst aber geheim gehalten werden mußte.
Sonderauftrag für Rot: Der Führer der roten Armee erkennt die widerspenstige Haltung der Marburger Bevölke- rung und will jede Verbindung derselben mit der blauen Armee verhindern. Er hält den dichten Wald vor der Strecke Glaskopf— Forsthaus Marburg Süd für besonders gefährlich und beauftragt den Oberprimaner Spr. den Wald durch Pa- trouillen bis nach Moischt und Schröck abzusuchen, feind- liche Annäherungsversuche zurückzuweisen und sich besonders aller Briefe oder Depeschen zu bemächtigen.
Ausführungsbestimmungen: 1. Einzelne Gegner tragen Briefe an einer Schnur vorn auf der Brust; diese müssen entrissen werden; Stoßen und Schlagen ist verboten. 2. Erreicht der Gegner mit seinem Briefe die Landstraße Glaskopf-Forsthaus, so gilt das Ziel als erreicht. 3. Sammel- platz: Eisenbahnübergang Weidenhausen. Ubungsbeginn: Landstraße Glaskopf— Forsthaus, 3 Uhr Nachm.
Sonderauftrag für Blau: Der Führer der blauen Armee will Nachrichten über seinen Angriff an die Bevölke- rung Marburgs gelangen lassen.„Zeppelin]“ hat festgestellt, daß ein dichter Wald vor der Strecke Glaskopf— Forsthaus— Marburg— Süd ein Durchschleichen der feindlichen Posten und Patrouillen ermöglicht. Freiwillig erbietet sich die o III B unter Führung des Oberprimaners Hffm. zu diesem Wagnis.


