Aufsatz 
Beiträge zur körperlichen Erziehung / von Karl Knabe, Max Georg Schmidt und Walter Kürschner
Entstehung
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Giltigkeit für alle Schularten Anspruch machen. Je mehr einzelne Fälle vorliegen, desto richtiger sind die daraus ge- zogenen Schlüsse, deshalb stehen leider die Zahlen für die Gymnasien fest, solange die Anzahl der Gymnasiasten im Verhältnisse zu den anderen höheren Schülern ungefähr so hoch bleibt. Aber was bei 25000 Fällen gilt, hat bei 9000 nicht dieselbe Sicherheit und bei einigen Hundert noch viel weniger. Dazu kommt noch, daß die Verhältnisse der höheren Lehranstalten in den einzelnen deutschen Bundesstaaten doch manche Verschiedenheiten aufweisen. Deshalb ist dringend zu wünschen, daß diese mühselige Arbeit in einigen Jahren wiederholt werden möge, um sichere Ergebnisse zu liefern. Hierbei würde es besonders interessieren, wenn die Abiturienten der 3 Vollanstalten jetzt nach ihrer mehr oder weniger durch- geführten Gleichberechtigung, also der Gymnasien, Real- gymnasien und Oberrealschulen, in ihrem gegenseitigen Ver- hältnisse berücksichtigt würden.

Aber auf einen Punkt müssen wir noch eingehen, weil hierin erfreulicher Weise diese Statistik eine günstigere Aus- kunft gegeben hat, als die allgemeine Ansicht glaubt. Man ist durchaus überzeugt, daß der Schulbesuch desto ungünstiger auf den Körper einwirkt, je länger er dauert, und dies scheint ja auch durch die Tafel auf der vierten Seite bestätigt zu werden. Denn die Gymnasien und Realgymnasien weisen ja mehr Untaugliche auf als die Anstalten mit weniger Klassen- stufen, die unter 2, 4, 6, 7, 8, 10 und 11 aufgezählt sind. Und doch ist dies nicht durchaus richtig. Folgende Tafel zeigt nämlich bei denselben 11 Schularten den Untauglich- keits-Prozentsatz an bei Jünglingen, die im Alter von 16 Jahren, zwischen 17 und 19, von 20 und mehr Jahren die Anstalt verlassen haben.