Aufsatz 
Beiträge zur körperlichen Erziehung / von Karl Knabe, Max Georg Schmidt und Walter Kürschner
Entstehung
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lich aber ist die Tatsache, daß hier eine große Zahl von ver- hältnismäßig ungünstigen Fällen(nämlich die 27 804 Fälle der zeitlich Untauglichen) schon ausgeschieden ist, und daß auch mehr Einjâhrige nach ihrer Einstellung ins Militär wieder als untauglich entlassen werden als andere Mannschaften. Es ist also festgestellt, daß die Körperbeschaffenheit von weit mehr als einem Drittel zum Militärdienste nicht ausreicht, obwohl in ihrer häuslichen Umgebung weit weniger schäd- liche Einwirkungen vorhanden sind als bei den anderen Militär- pflichtigen.

Beachtenswert sind hier auch die Unterschiede in der Prozentzahl der Tauglichen je nach den verschiedenen Lehr- anstalten: das Gymnasium schneidet hier am ungünstigsten, die Landwirtschaftschule dagegen am günstigsten ab, und da- bei ist mehr als die Hälfte aller untersuchten Personen vom Gymnasium gekommen. Rechnen wir die 9stufigen Vollanstal- ten mit ihren 6 stufigen Nichtvollanstalten zusammen, so ergibt sich, daß von 1000 Schülern von Gymnasien 377, von Real- gymnasien 359, von Oberrealschulen 335 zum Kriegsdienste unfähig waren. Bei der Untersuchung der Ursachen sind die Verfasser zu dem Ergebnisse gelangt, daß der Prozentsatz der Untauglichen bei Einjährig-Freiwilligen im Vergleiche zu dem bei den sonstigen Wehrpflichtigen ganz besonders hoch ist bei Krankheiten des Herzens, der Lunge, des Nerven- systems und bei Augenfehlern. Kurzsichtige kamen unter den Einjährigen auf die Gymnasien 36,9, für die Realgym- nasien 34,8, für die Oberrealschulen 28,9, für die Landwirt- schaftschulen aber nur 17,6 vom Hundert.

Sind diese Zahlen nun sicher, d. h. muß man annehmen, daß sich bei jeder neuen Untersuchung dieselben Ergebnisse herausstellen? Tatsache ist, daß alles Material herangezogen worden ist, was überhaupt vorhanden war, daß die Frage so genau wie irgend möglich untersucht worden ist. Und doch können die ermittelten Zahlen noch nicht auf allgemeine