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den Tod, bereiten zu können, als eine durch die täg— liche Erfahrung bestätigte Tatsache hinzunahm, ergab sich für ihn der Schluß, daß der ursprüngliche Zu— stand unter den Menschen nicht ein Krieg schlechthin, sondern ein Krieg aller gegen alle gewesen sei, ein Zustand, dessen Beseitigung die erste Bedingung für die Erhaltung des Menschengeschlechts habe bilden müssen.
Die Einsicht, dass der Urzustand der Mensch- heit keine Bürgschaft für die Erhaltung des Menschen- geschlechts bietet, ergibt sich auch für Montesquieu auf Grund seiner Theorie des Naturzustandes, stellt sich aber insofern als das Resultat einer sachlich verschiedenen Auffassung dar, als Montesquieu be- züglich des Naturzustandes einer anderen Ansicht als Hobbes huldigt.
Montesquieu leitet seine Theorie des Naturzu-— standes in der Weise her, dass er sich mõöglichst eng an den von Hobbes eingeschlagenen Gedankengang anlehnt. Dem Beispiel des Hobbss folgend, geht er von der Beobachtung des menschlichen Wesens, und zwar gleichfalls von dem Satze aus, dass der Mensch zunächst an seine Selbsterhaltung denke. Den Beweis dieses Satzes sucht er auf psychologischem Weg zu erbringen.„L'homme dans l'état de nature, auroit plutôt la faculté de connoitre, qu'il n'auroit des con— noissances. II est clair que ses premières idées ne seroient point des idées spéculatives: il songeroit à la conservation de son étre, avant de chercher l'origine de son étre.“ J. 2, S. 94.“*) Während aber Hobbes
³) Vergl. dazu Montesquieus Worte im„Extrait du livre de l' Esprit des lois“ S. 3:„Il me semble que nous ne pouvons nous cacher que nous sentons avant de connoitre et de com- prendre. Loin d' insulter au Créateur, e' est entrer dans ses vues, puisqu'il a voulu que le sentiment de notre existence nous en fit rechercher l' origine.“ S. auch„Défense de l'
Esprit des lois, sixième objection, réponse. Oeuvres VI, S. 155, 156.


