Aufsatz 
Zwei Festreden / gehalten von Hermann Siebert
Entstehung
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Auf die Erfolge noch im einzelnen einzugehen, darauf können wir um so leichter verzichten, als das nachfolgende Festspiel die wichtigsten von ihnen zu anschaulicher Darstellung bringen wird. Der grösste unter den verdienstvollen Mitarbeitern Kaiser Wilhelms, Fürst Bismarck, hat uns einst das stolze Wort zugerufen:Wir Deutsche fürchten Gott und sonst niemand auf der Welt! Das Wort wird seine Geltung haben, so lange wir das Andenken unseres grossen Kaisers hochhalten und seinem Vorbild nachfolgen. Seine ehrwürdige Gestalt wird glänzen, so lange es eine deutsche Geschichte gibt.

Er stand auf hohem Throne, den alten Helden gleich,

Ihm ward die deutsche Krone und uns das deutsche Reich; Er war im Sieg besonnen, ein Held von milder Art,

Und was er kühn gewonnen, das hat er treu bewahrt.

Nun wächst von Tag zu Tage des alten Kaisers Ruhm, Und still umkränzt die Sage sein altes Heldentum.

Er lebt in lichten Fernen uns ewig zugewandt,

Er wandelt über Sternen und segnet Volk und Land.

Ja, sein Andenken segne Vollk und Land! Sein Andenken sei ein Segen für alle, und ins- besondere für euch, ihr Kinder und heranwachsenden jünglinge! Es ermuntere, es stärke euch zu nie ermüdender Pflichttreue, zu demütigem Gottvertrauen, zu wahrer Gottesfurcht! Es nähre in euch das heilige Feuer der Liebe zum deutschen Vaterlande und fache es an zu heller Flamme, wenn es gilt, Kraft und Leben einzusetzen für die heiligsten Güter, für Religion, Freiheit und Vaterland, für Herd und Heimat!

Das walte Gott!