Rostock. Als Lehrer war er thätig an der Cantonschule von Graubündten in Chur, an den R. R. in Grabow i. Meckl., in Stettin und Hamburg. Seit M. 1875 ord. Lehrer an der R. I. O. zu Cassel, ging er Ostern 1877 nach Frankfurt a. M. zunächst an das G., dann an die Klingerschule(O. R. S.), wo er noch im Amt ist.
47. Henkel, Wilhelm, geb. am 5. Okt. 1851 zu Mühlhausen bei Homberg, besuchte von O. 1865 an das G. zu Hersfeld, bis zur Reifeprüfung, O. 1872. Er studierte zu Marburg Mathematik und Naturwissenschaften und beendigte das Ex. pro fac. doc. am 3. MAârz 1876. Seit dem 12. Dec. 1875 wissensch. Hilfslehrer an der R. I. O. zu Cassel, verliess er am 1. Okt. 1876 die Anstalt, um seiner Militärpflicht zu gerügen. Die Casseler Lehrerzeit wurde ihm als Probejahr gerechnet. Er ist jetzt OL. am G. zu Hanau.
48. Nau, Otto, geb. den 7. Nov. 1836 zu Schröck, Kr. Kirchhain, wurde auf dem Lehrer- seminar zu Fulda vorgebildet und ist seit Mai 1860 Lehrer an der kathol. Schule, jetzt Bürgerschule 10, zu Cassel. Seit dem I. Novbr. 1875 errteilte er Religionsunterricht an die jüngeren katholischen Schüler der R. I. O., später des RG. Ende Mai 1803 legte er dieses Nebenamt aus Gesundheitsrücksichten nieder.
49. Dr. Volckmar, Erwin, geb. den 3. Febr. 1852 zu Homberg, besuchte das G. zu Hersfeld von 1865— 1870, trat 1870 freiwillig in den Kriegsdienst und machte im 83. Reg. den Feldzug an der Loire mit. Nach Beendigung des Kriegs besuchte er das G. zu Büdingen, wo er O. 1873 das Maturitäts- examen bestand. Er studierte in Leipzig und in Marburg Naturwissenschaft und Mathematik. Im Mai 1873 bestand er in Marburg das examen rigorosum und wurde auf Grund seiner Dissertation»Geologische Schilderung der Gegend von Homberg« am 6. Nov. zum doctor philosophiae promoviert. Am 8. Juni 1877 bestand er zu Marburg das examen pro fac. doc., Michaelis 1876 wurde er mit der Versehung einer Hilfslehrerstelle an der R. I. O. in Cassel beauftragt, indem er zugleich das Probejahr ablegte. Inhaber der Kriegsdenkmünze 1870/71. Er ging H. 1877 an die H. B. zu Eisleben als Hilfslehrer, von da an das R. G. zu Offenbach a. M., wo er noch im Amt ist.
50. Simon, Christian, geb. den 18. Juli 1850 zu Schneppenberg, Kr. Waldbroel, bestand die Maturitatsprüfung zu Brilon am 14. August 1872, studierte in Bonn Naturwissenschaften und Mathematik, bestand am 2. Dec. 1876 daselbst die Prüfung pro fac. doc. und wurde am 9. Jan. 1877 der R. I. O. in Cassel als Proband zugewiesen. Er blieb noch als wiss. Hilfslehrer bis H. 1878 und erhielt dann eine Stelle als ord. Lehrer an der R. I. O. zu Elberfeld, wo er am 12. April 1800 als Oberlehrer starb.
51. Dörr, Otto, geb. am 18. Febr. 1853 zu Altenkirchen im Oberlahnkreis, besuchte das R. G. zu Wiesbaden, wo er Ostern 1871 die Maturitätsprüfung bestand. Er studierte in München und Marburg Mathematik und Physik und legte seine Prüfung pro fac. doc. am 8. Dec. 1876 zu Marburg ab. Eine Verfügung des K. Pr. Sch. K. wies ihn der R. I. O. zu Cassel als cand. prob. zu. Er trat am 15. Jan. 1877 ein, wurde jedoch schon am QO. April d. J. zur Fortsetzung seines Probejahres und Versehung einer Lehrerstelle an das G. zu Hanau geschickt, von wo er H. 1877 zurückkehrte, um noch bis zum Jahres- schluss sein Probejahr hier zu vollenden. Er war später am Institut Hoffmann in St. Goarshausen thätig, dann an der H. B. in Diez, hierauf Leiter einer Privatanstalt in Leipzig und ist jetzt im chilenischen Staatsdienst.
52. Dr. Vilmar, Friedrich, geb. am 23. April 1835 zu Fahrenbach, Kr. Witzenhausen, be- suchte von M. 1850 bis O. 1854 das G. zu Cassel, studierte darauf Philologie zu Marburg und Göttingen und bestand im Jahre 1858 in Marburg das Examen»sfür die Bewerber um ein ordentliches Lehramt an Gelehrtenschulen«. Nach einem zweijährigen Aufenthalt teils in Hamburg, teils in Eisenach als Hauslehrer in einer englischen Familie machte er sein Probejahr als wiss. Hilfslehrer an der R. I. O. zu Lippstadt durch und gehoörte dieser Anstalt seit 1862 als ord., seit 1868 als Oberlehrer an. H. 1876 zog er sich nach Cassel in den Ruhestand zurück und übernahm daselbst von O. bis H. 1877 in dankenswerter Weise die Versehung einer Lehrerstelle an der R. I. O.


