Aufsatz 
Rückschau auf die fünfundzwanzigjährige Geschichte des Casseler Realgymnasiums / vom Direktor Wilhelm Wittich
Entstehung
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41. Grün, Konrad, geb. d. 30. Aug. 1841 zu Dreihausen, Kr. Marburg, wurde 1859 62 im Seminar zu Schlüchtern als Lehrer ausgebildet, war Hauslehrer in Niederaula, Lehrer an der Bürgerschule in Marburg und seit O. 1872 an der hies. H. B., jetzt O. R.S. Im März 1870 hatte er sich in Berlin die Turnlehrerbefähigung erworben. Inhaber der Kriegsdenkmünze von Stahl am Combattantenbande(1870/71). Er gab von H. 1873 bis Jahresschluss an der R. I. O. wöchentlich 6 St. für einen erkrankten Lehrer.

42. Dr. Kuühn, Karl, geb. den 29. April 1848 zu Rennerod(Nassau), besuchte die G. zu Hadamar und Wiesbaden bis 1868, studierte neuere Sprachen und Geschichte zu Bonn, Heidelberg, Berlin und Leipzig und nahm teil am Feldzuge 1870/71. Das Examen pro facultate docendi beendigte er im Juni 1873 zu Marburg. Von H. 1873 bis dahin 1874 war er Lehrer an der R. zu Hachenburg und von da an wiss. Hilfslehrer an der R. I. O. zu Cassel. Auf Grund einer Dissertation»UÜber Ducis in seiner Beziehung zu Shakespeare« verlieh ihm die philosophische Fakultät zu jena im Juni 1874 die Doktorwürde. Im H. 1875 ging er nach England, dann nach Wiesbaden, wo er jetzt noch am R. G. als Oberl. thätig ist. K. ist bekannt als einer der Hauptvertreter der phonetischen Methode.

Von seinen Schriften sei hauptsächlich sein französisches Lesebuch genannt.

43. Giesse, Johann Georg, geb. d. 26. Juli 1845 zu Haueda, Kr. Hofgeismar, besuchte die Kunstakademie zu Cassel und machte weitere Studien in Augsburg und München. Seit H. 1874 war er, zuerst als Gehilfe des Zeichenlehrers Glinzer, dann selbständig, mit Erteilung des Zeichenunterrichts bis O. 1877 an der R. I. O. und dann noch einmal von O. bis H. 1870 in gleicher Weise an der hies. H. B. beauftragt, beschränkte sich aber danach ganz auf seine Thätigkeit als Maler und war besonders gesucht als Wiederhersteller alter Olgemälde. Er starb hier d. 4. Mârz 1893.

44. Dr. Schantz, Ferdinand Friedrich, geb. den 21. Sept. 1844 in Lichtenau, besuchte von 1858 1863 das G. in Hersfeld; studierte in Marburg, Erlangen, Berlin; unterzog sich H. 1866 dem theol. Kandidatenexamen; stand einer Vorbereitungsschule für G. und R. von H. 1867 bis O. 1870 vor und legte während dieser Zeit das Rektorexamen und das examen pro ministerio ab. Von O. 1870 an war er ein Jahr Lehrer am P. G. in Dillenburg, dann vier Jahre an der H. B. in Biedenkopf. Im Nov. 1871 bestand er in Bonn das examen pro facultate docendi und wurde im Sommer 1872 als ord. Lehrer angestellt. In gleicher Eigenschaft ging er O. 1875 an die R. I. O. in Cassel über. Von der philos. Fakultät in Rostock erhielt er auf Grund einer im Nov. 1874 eingereichten Abhandlung:»Bonifaz' Wirken unter Karlmann und Pippin und seine Beziehungen zu diesen beiden Frankenfürsten« die philosphische Doktorwürde. H. 1883 wurde er Oberlehrer, O. 1893 Professor mit dem Rang der Räâte IV. Kl.

In den Programmen der Biedenkopfer Anstalt veröffentlichte er eine Abhandlung in 2 Teilen über Bonifaz' Wirken im Frankenreich, in denen des Casseler R. G., ebenso in zwei Abteilungen, einen Abriss der Kirchengeschichte.

45. Dr. Grebel, Alexander Georg, geb. den 2. März 1842 zu St. Goar, besuchte von 1857 bis 1861 das G. zu Coblenz und studierte nach bestandenem Maturitätsexamen zu Bonn, München und Münster klassische und moderne Philologie. Nach längerer Unterbrechung seiner Studien durch Krankheit ging er 1867 im Okt. nach Paris, 1868 im Okt. nach London. Zurückgekehrt privatisierte er seit Sommer 1869 in Bonn und nahm im Okt. 1870 eine Lehrerstelle an der Privatrealschule in St. Goarshausen an, welche er O. 1874 aufgab. Am 20. Februar 1875 vollendete er zu Bonn sein Examen pro fac. doc., wurde Ostern 1875 wissensch. Hilfslehrer an der R. I. O. zu Aachen und M. 1875 an der R. I. O. zu Cassel als ord. Lehrer angestellt. Die Doktorwürde erhielt er von der philosophischen Fakultät zu Jena auf Grund einer Abhandlung,»Darstellung und Kritik von Lessings Fabeltheoriec. Am 14. Okt. 1886 wurde er zum Oberlehrer ernannt. Er starb am 7. Januar 1800.

46. Wilde, Wilhelm Johannes, geb. den 18. Febr. 1847 zu Danzig, besuchte das dortige G. und studierte nach bestandener Abiturientenprüfung neuere und alte Sprachert in Berlin, Nancy, Lon- don, Brüssel, Neufchatel und Genf. Das Examen pro facultate docendi beendigte er im Nov. 1873 in