Aufsatz 
Rückschau auf die fünfundzwanzigjährige Geschichte des Casseler Realgymnasiums / vom Direktor Wilhelm Wittich
Entstehung
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war hierauf eine Zeitlang Hauslehrer und 3 Jahre Lehrer an der B. zu Arnstadt. Durch das Studium der Sprachwissenschaften und besonders der modernen Philologie zu Jena, Genf und Berlin vorgebildet, erwarb er sich im Febr. 1873 in Berlin die Facultas docendi und im Mai auf Grund einer eingereichten Inaugural-Dissertation:»Sur P'accentuation des dérivés« die akademische Doktorwürde. Wäahrend seiner Studienzeit war er Lehrer an der Unterrichts- und Erziehungsanstalt des Prof. Dr. Zenker zu Jena und an dem Pensionat Haccius auf Chaâteau de Lancy bei Genf. O. 1872 wurde er als wiss. Hilfslehrer für die neueren Sprachen an der H. B. zu Altena in W. und am 1I. Okt. 1872 in gleicher Eigenschaft an der R. I. O. zu Cassel angestellt. H. 1875 siedelte er nach Lancy bei Genf über in der Absicht das Hacciussche Institut zu übernehmen, zog es aber vor, eine Stelle am College zu Genf anzunehmen, wo er noch als Professor thätig ist.

35. Weidenbusch, Wilhelm, geb. zu Lindenholzhausen, R-B. Wiesbaden, d. 26. März 1846, wurde im Seminar zu Montabaur zum Lehrer gebildet, war als solcher an der R. und als Zeichenlehrer an der Gewerbeschule zu Bad Schwalbach thätig, besuchte im Winter 1869/70 die Königliche Central- Turnanstalt in Berlin und machte den Feldzug gegen Frankreich mit. Als Elementar-, Turn- und Zeichen- lehrer am hiesigen G. thätig, gab er von Novbr. 1872 bis H. 1874 an der R. I. O. wöchentlich 4 Zeichenstunden. Er ist Ritter des Eisernen Kreuzes. jJetzt ist er in Frankfurt a. M.

36. Flücken, Wilhelm Servatius, geb. d. 30. April 1835 zu Jüchen, Kr. Grevenbroich, be- suchte das G. zu Düren, die Akademie zu Münster, die Universität Bonn und das Seminar zu Cöln, war vom I. Novbr. 1859 bis I. Febr. 1867 Domvikar zu Cöln, dann Divisionspfarrer der 22. Division und machte als solcher den Feldzug gegen Frankreich mit. Vom 19. Decbr. 1872 bis 1. Mai 1873 erteilte er den Religionsunterricht an die äâlteren katholischen Schüler der R. I. O. Er starb am 16. Januar 1882. Er war Ritter vom Eisernen Kreuz, vom Rothen Adlerorden IV. Kl. und vom Ritterkreuz II. Kl. des Sächsich-Ernestinischen Kronenordens.

37. Hoffmann, Joseph, geb. d. 27. Juli 1847 zu Fulda, besuchte das dortige G. und die philo- sophisch-theologische Lehranstalt daselbst, war zuerst Kaplan zu Geismar im Grossherzogtum Sachsen- Weimar, dann in Cassel und erteilte den älteren katholischen Schülern der R. I.-O., später des R-G., Religionsunterricht vom 1. Mai 1873 bis 16. August 1886. Als Pfarrer nach Gersfeld versetzt, starb er daselbst d. 20. Mai 1889.

38. D'ham, Franz Heinrich Otto, geb. den 14. März 1852 zu Winterberg in Westfalen, be- suchte von H. 1865 an das G. zu Paderborn, bestand 1869 das Maturitätsexamen und widmete sich dann auf der Akademie zu Münster und auf der Universität zu Marburg dem Studium der neueren Sprachen. Im Mai 1873 bestand er zu Marburg das examen pro facultate docendi. Vom 13. Oktober 1873 bis H. 1874 war er als wissensch. Hilfslehrer an der R. I. O. beschäftigt, wo er gleichzeitig sein Probejahr ab- leistete. Er erhielt hierauf eine Stelle in Anclam, dann in Limburg, später als Kreisschulinspektor in Me- schede und bekleidet jetzt dasselbe Amt in Essen.

39. Möhl, Ludolf, geb. zu Rauschenberg am 5. Nov. 1843, besuchte von H. 1862 bis O. 1867 das G. zu Hersfeld und studierte zu Marburg Mathematik und Naturwissenschaften. Im Aug. 1873 bestand er zu Marburg das examen pro facultate docendi und wurde H. 1873 der R. I. O. als Praktikant zugewiesen, von O. 1874 an wurde er als wissensch. Hilfslehrer bis zu seinem Abgang im Mai 1875 beschäftigt.

3 40. Heiderich, Konrad, geb. d. 24. Jan. 1837 zu Lingelbach, im Seminar zum Lehrer vor- gebildet, war zuerst Lehrer in Hatterode, dann in Wolfershausen, hierauf in Cassel, seit O. 1872; M. 1873 bis Schluss des Jahres gab er an der R. I. O. 6 Stunden wöchentlich in Vertretung eines erkrankten Lehrers. Er ist noch an der hiesigen Bürgerschule thätig.