Aufsatz 
I. Einleitung und Kapitelüberschriften zu einer Schulausgabe von Sallusts Catilina / von Wilhelm Wittich
Entstehung
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41. Die Allobroger überlegen, ob sie durch Anschluss an die Revolutionspartei oder an die herrschende Klasse mehr gewinnen können. Das letztere scheint ihnen vorzuziehen. Sie ent- decken sich durch ihren Patron dem Cicero, der sie auffordert scheinbar näher auf die Wünsche der Verschworenen einzugehen.

42. In Nord und Süd finden durch Catilinas Sendlinge veranlasste Unruhen statt. In Picenum nimmt Metellus Celer, in Gallien L. Murena infolgedessen Verhaftungen vor.

43. Für Rom haben die Verschworenen die Rollen unter sich verteilt. Der neue Volks- tribun, Bestia, soll den Cicero alsbald in Anklagezustand versetzen; wer die Brandlegung, wer die Ermordung Ciceros zur Ausführung bringen soll, ist verabredet. Wenn dann durch Mord und Brand allgemeine Verwirrung entstanden, wolle man dem(atilina, der unterdessen herangekommen sein werde, sich in die Arme werfen. Cethegus drängt auf baldigste Ausführung, ohne etwas durchsetzen zu können.

44. Die Gesandten der Allobroger machen sich mit sämtlichen Häuptern der Verschworenen bekannt und suchen von ihnen schriftliche Beweise ihrer Verräterei zu bekommen. Nur bei Cassius gelingt dies nicht. Ein Krotoniate, Volturcius, soll sie zu Catilina zu endgiltigem Abschluss eines Bündnisses führen. In einem dem Volturcius mitgegebenen Brief fordert Lentulus den Catilina dazu auf, keinen sich ihm darbietenden Bundesgenossen zurückzuweisen, auch die Sklaven nicht, die sich bei ihm meldeten.

45. In der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember lässt Cicero die Allobroger an der Mulvi- schen Brücke, wo kein Ausweichen möglich war, überfallen und mit ihrem ganzen Gefolge ge- fangen nehmen. Volturcius ergibt sich erst nach tapferer Gegenwehr.

46. Cicero lässt, auf die Nachricht vom Gelingen des Handstreicus, die in Rom befindlichen Häupter der Verschwörung zu sich kommen und stellt sie vor den Senat; ebenso lässt er den Volturcius und die Gesandten in den Concordiatempel führen, zur Senatssitzung.

47. Nach anfänglichem Leugnen gesteht Volturcius, da man ihm Stratlosigkeit zusichert. Die Gallier geben weitere Auskunft. Durch die Zeugenaussagen, durch Brief und Siegel werden Lentulus und Genossen überführt. Ersterer wird gezwungen die Prätur niederzulegen, dann werden sie einzelnen angesehenen Männern zu freiem Gewahrsam übergeben.

48. Jetzt wird auch die grosse Masse des Volkes gegen die Catilinarier aufgebracht. Unter einer Einäscherung der Stadt würde auch sie zu leiden gehabt haben. Cicero wird bis in den Himmel gehoben. Ein neuer Zeuge, Tarquinius, scheint neues Licht in das Dunkel der Ver- schwörung zu bringen, indem er angibt nach der Verhaftung der Verschworenen in Rom von M. Crassus an Catilina geschickt zu sein, auf dass dieser schnell herankomme und die Gefangenen befreie. Ein Senatsbeschluss erklärt den Tarquinius für einen falschen Zeugen; manche sind der Ansicht, die Sache habe sich doch so verhalten. Sallust dagegen hat von Crassus selbst öffentlich die Beschuldigung gehört, Cicero habe den Zeugen zu jener Aussage vermocht, um ihn selbst zu verdächtigen.

49. Catulus und Piso hätten aus persönlicher Feindschaft gegen Cäsar den Cicero gern dahin gebracht, ungünstige Aussagen gegen Cäsar zuzulassen oder herbeizuführen. Da ihre Be- mühungen in dieser Beziehung bei dem Konsuln ohne Erfolg waren, suchten sie in der Bürger- schaft Stimmung gegen jenen zu machen, was ihnen auch insoweit gelang, dass eine Anzahl Ritter,