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Hass der Optimaten gegen den Emporkömmling wieder anzufachen und stürzt, da man ihn zornig niederzuschreien sucht, mit Drohungen aus der Sitaung.
32. Catilina verlässt in der Nacht zum 9. November auch Rom und begibt sich zu Manlius. Cethegus erhält mit Lentulus und anderen den Auftrag in Rom weiter in Catilinas Sinn zu wirken.
33. Brief des Manlius an Marcius Rex: Nur zur Notwehr hätten sie zu den Waffen ge- griffen, um den Wucherern nicht ganz zu verfallen, da der Schutz der Gesetze ihnen vorenthalten werde. Nicht Macht und Reichtum, nur Freiheit verlangten sie; gebe man ihnen dieselbe nicht, so müssten sie schen ihr Lecen so teuer wie möglich zu verkaufen.
34. Marcins Rex verweist an die Gnade des Senats, die sie in Demut, nachdem sie die Waffen niedergelegt, erflehen sollen. Auch(atilina schreibt Briefe, und zwar schon unterwegs, nach Roin, in denen er erklärt, er gehe nach Massilia in die Verbannung.
35. Das ihm widerfahrene Unrecht habe ihn veranlasst sich der Sache aller Enterbten der Gesellschaft anzunchmen. Mit ihnen werde er sich Recht verschaffen. Sein Weib stelle er bei der augenblicklichen Gefahr in Catulus' Schutz.
36. Auf die Nachricht, dass Catilina mit den Abzeichen des Konsulats in dem Lager bei Fäsulä angekommen sei, wird er und Manlius für einen Staatsfeind erklärt. Seinen Anhängern wird Straflosigkeit zugesagt, wenn sie ihn verlassen; Antonius soll gegen ihn zu Felde ziehen, Cicero die Stadt schützen. Es ist ein Zeichen tiefer Verkommenheit, dass keiner der Anhänger Catilinas diesen verlässt.
37. Hinter Catilina steht auch die besitzlose Masse des Volkes, die ja geneigt ist von jeder starken Veränderung in den gesellschaftlichen Verhältnissen Besserung ihrer Lage zu erhoffen, besonders in Rom, wo der Auswurf von ganz Italien vereinigt war und wo das glänzende Leben Sullanischer Günstlinge zeigte, wie rasch im Kriege der einzelne emporkommen konnte. Andere, durch Sullas Achtungen Beraubte, trieb der Rachedurst in Catilinas Arme, andere waren, als Gegner der Senatspartei, mindestens unzuverlässig.
38. Seit der Wiederherstellung der Tribunenmacht durch Pompejus im Jahre 70 haben junge ehrgeizige Leute dieselbe zu benutzen gesucht, um an der Spitze der Volkspartei sich in die Höhe zu bringen, während die Führer der Senatspartei auch nur selbstsüchtige Zwecke verfolgten. Auf beiden Seiten suchte man den Sieg jedesmal rilcksichtslos auszubeuten.
39. Nachdem Pompejus, der Schützer und Schützling der Volkspartei, Rom verlassen, kamen die Optimateh wieder empor und brachten die ganze Staatsgewalt und alle damit verbundenen Gewinne wieder in ihre Hand. Sobald jedoch eine demokratische Regung sich zeigte, hatten die Männer von der Volkspartei wieder Aussicht auf Emporkommen. Ein Erfolg Catilinas würde diesem noch Massen neuer Anhänger zu reführt haben. Einige begaben sich jetzt zu ihm hin. Ein Senatoren- sohn, Fulvius, wird eingebracht und hiugerichtet. In Rom sucht Lentulus für Catilina, wen er kann, zu gewinnen.
40. Lentulus gibt einem Freigelassenen, Umbrenus, den Auftrag allobrogische Gesandte zu einem Bündnis mit Catilina zu bringen. Umbrenus, der in Gallien Geschäftsreisen gemacht, findet leicht Anknüpfungspunkte, verspricht den Gesandten Abhilfe für ihre Beschwerden und weiht. sie unter Hinzuziebung des Gabinius in den Bestand der Verschwörung ein.


