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Besitz, Ruhm und Ehre. Jetzt ist der rechte Zeitpunkt., Ich werde als Führer wie als Streiter meine volle Pflicht thun, wenn ihr nur kämpfen wollt..
21. Obwohl zu jeder gewaltsamen Anderung der Verhältnisse geneigt, verlangen die Ver- sammelten nähere Angaben über die Aussichten eines Krieges, die zu erstrebenden Ziele, die zu erwartenden Unterstützungen. Catilina verspricht Beute jeder Art, verweist auf die getreuen Freunde in den Provinzen, das ihm und Antonius hoffentlich zufallende Konsulat, die Tüchtigkeit jedes seiner Anhänger gegenüber den schwächlichen Optimaten.
22. Ob zum Schluss Catilina bei der Abnahme des Treueides Menschenblut, mit Wein ver- mischt, zu trinken gegeben, ist nicht zu ermitteln; manche nehmen an, diese und ähnliche Dinge seien später erfunden, um Ciceros Verhalten gegen die Gefangen'n zu rechtfertigen.
23. Einer der Verschworenen, Q. Curius, konnte seiner Geliebten, Fulvia, gegenüber nicht schweigen. Diese machte Mitteilungen in den Adelskreisen, denen sie angehörte, und bewirkte dadurch, dass das Konsulat dem M. Tullius Cicero zuteil wurde. So sehr man sonst einen homo novus bekämpfte, als Staatsretter liess man ihn sich gefallen.
24. Cicero wird einstimmig zum Konsuln für das Jahr 63 gewählt, Antonius schlägt nur um ganz wenige Centurienstimmen den Catilina. Diesen schreckt das nicht, er fährt in seinen Vorbereitungen fort. Auch sittenlose Frauen müssen ihm als Werkzeug zur Erreichung seiner Ziele dienen.
25. Sempronia, die Frau des D. Junius Brutus, der im Jahre 77 Konsul war, Mutter des D. Junius Brutus, eines von Cäsars Mördern, gehört hierher, eine altadelige, schöne, feingebildete, aber ganz sittenlose Frau, die alle möglichen Lockungen mit Erfolg anzuwenden verstand.
. 26. Noch einmal bewirbt sich Catilina, für das Jahr 62, um das Konsulat. Zugleich stellt er dem Cicero nach dem Leben. Dieser wird durch Fulvia von allen Plänen Catilinas in Kenntnis gesetzt. Den Antonius gewinnt er durch Abtretung der einträglichen Provinz Macedonien. Am Tage der Wahlversammlung, für die ein besonderer Schlag gegen ihn geplant war, schützt er sich durch eine zuverlässige Wache. Catilinas Bewerbung ist wiederum erfolglos.
27. Jetzt trifft Catilina ernstliche Kriegsvorbereitungen in Etrurien, Umbrien, Apulien u. s, w. und sucht in Rom die günstige Gelegenheit zum Losschlagen abzupassen oder herbeizu- führen. Eine neue Versammlung der Verschworenen findet im Hause des Laeca statt.
28. Cornelius und Varguntejus erbieten sich Cicero in seinem Hause zu ermorden. Cicero, der dies sofort erfährt, lässt sie nicht ein. Manlius wirbt aus den Kreisen der Unzufriedenen jeder Art ein Heer.
29. Jetzt hält Cicero im Senat Vortrag über die notwendigen Massregeln; durch die Formel: dent operam consules, ne quid respublica detrimenti capiat, erhalten die Konsuln ausserordentliche Vollmacht: der Kriegszustand wird verkündet.
30. Auf die bestimmte Nachricht von der Schilderhebung des Manlius werden vier Feld- herren mit Truppen nach Norden und Süden entsandt, man setzt Belohnungen aus für etwaige Ent- hüllungen bezüglich der Verschwörung, macht die Gladiatoren durch Verteilung an zuverlässige Städte unschädlich und richtet für Rom verschärften Wachtdienst ein.
31. Die Stimmung in Rom schlägt um, alles ist in Fur ht. Catilina lässt sich auch durch eine Anklage in seinen Vorbereitungen nicht stören und erscheint weiter im Senat. Als ihm hier Cicero in einer Rede mit den heftigsten Vorwürfen entgegentritt, versucht er mit frecher Stirn den


