Aufsatz 
I. Einleitung und Kapitelüberschriften zu einer Schulausgabe von Sallusts Catilina / von Wilhelm Wittich
Entstehung
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aus Rom, indem er das Schicksal der Stadt in die Hände seiner zuverlässigsten Freunde legte, die er ihr zurückliess. Am folgenden Tage verkündete die zweite Catilinarische Rede dem Volke, wie die Dinge lagen; galt es doch, die UÜberängstlichen zu beruhigen, die halben Anhänger der Empörer einzuschüchtern. Zu kräftigeren Massnahmen fühlte der Konsul nicht den Mut. Während Catilina und seine Genossen anfangs den Glauben zu erwecken gesucht, C(atilina sei nach Massilia in die Verbannung gegangen, gab ein Brief an Catulus, in welchem er erklärte die Sache der Armen und Elenden zu der seinen gemacht zu haben, dem Senate die Veranlassung zu schärferen Massregeln. Manlius und Catilina wurden geächtet, Straflosigkeit allen zugesichert, die bis zu einem bestimmten Tage die Waffen niederlegten, Truppen ausgehoben und unter dem Konsul Antonius gegen C(atilina ins Feld geschickt. Die in Rom zurückgebliebenen Häupter der dortigen Verschworenen lieferten sich durch allzugrosse Leichtgläubigkeit gegenüber gallischen Allobrogern in Ciceros Hände. Ge- sandte dieses unruhigen und von der Staatsregierung eben nicht rücksichtsvoll behandelten Stammes suchten sie zu einem Bündnis zu gewinnen. Diese wendeten sich an ihren Vertreter Q. Fabius Sanga, der dem Konsul Anzeige machte. Auf dessen Veranlassung mussten die Gesandten sich den Verschworenen möglichst entgegenkommend zeigen, um diese sicher zu machen und zu schriftlichen Erklärungen zu veranlassen. Als die Gesandten mit diesen Briefschaften sich in der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember auf den Weg machten, wurden sie an der mulvischen Brücke überfallen und der verräterischen Schriftstücke beraubt. In einer Senatssitzung am 3. Dezember im Tempel der Concordia beschloss man die von Cicero verhafteten Verschworenen, Lentulus, Cethegus, Gabinius, Statilius und Caeparius, in Gewahrsam zu halten. Gegen Abend teilte Cicero in einer 3. Catilina- rischen Rede dem Volk die gemachten Entdeckungen mit und regte jetzt auch in den unteren Schichten der Bevölkerung die Erbitterung gegen die Verschwörer auf, so dass die Versuche ihrer Anhänger am folgenden Tage Zusammenrottungen herbeizuführen erfolglos blieben. Dem Konsuln aber gaben diese Versuche Veranlassung auf den 5. Dezember den Senat wieder in den Concordia- tempel zu berufen und die Frage zu stellen, was mit den überwiesenen Verschwöôrern zu thun sei. Der Antrag des Konsularen Silanus, der zuerst sich auszusprechen hatte, lautete auf Todesstrafe, und zahlreiche Zustimmungen schienen diesem Antrag die Mehrzahl der Stimmen zu sichern. Cäsar trat dem entgegen; er betonte, dass die Verhängung dieser Strafe ungesetzlich und der Senat nicht der befugte Gerichtshof sei. Viele wurden wankend. Cicero hielt die 4. Catilinarische Rede, um eine Verurteilung zum Tode durch einen scheinbar unparteiischen Bericht über den bisherigen Ver- lauf der Verhandlungen zu rechtfertigen, ohne besonderen Eindruck zu machen. Da gab zuletzt des erwählten Volkstribunen M. Porcius Cato zündende Rede, der den Antrag des wankend ge- wordenen Silanus wieder aufnahm und die Hinrichtung der Verschworenen als von der Notwehr geboten rechtfertigte, dabei den Ausschlag, dass die Schlussabstimmung das Todesurteil fällte, das noch in derselben Nacht unter der Aufsicht Ciceros im Gefängnis durch den Strang an den 5 Ver- hafteten vollstreckt wurde. Mit dem Worte: Vixerunt, sie sind nicht mehr, verkündete der Konsul der lautlos harrenden Menge das Geschehene. Alle Gefahr war aber damit noch nicht beseitigt. Zwar war Rom wohl jetzt vor dem Schicksal sicher an 12 Ecken zugleich in Brand gesteckt zu werden, wie es die Verschworenen für die Saturnalien, den 19. Dezember, verabredet hatten. Der Konsul brauchte nicht mehr den Mordstahl fast jeden Augenblick sich drohen zu sehen.(atilina musste darauf verzichten, in der Nähe von Rom des Zuzugs aus der Stadt zu harren, den er zu erwarten gehabt, wenn Lentulus und seine Genossen ihre Absichten zur Ausführung gebracht. Aber