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die Bestimmung der Topographie der ganzen Anlage zu finden hoffen durften, Nachforschungen an- gestellt. Das Resultat ist in der Hauptsache folgendes: In dem Raum zwischen Kastell und Pfahlgraben sind keine Spuren von Gebäuden gefunden worden; dagegen ist der chaussierte Weg nachgewiesen, welcher von der Porta principalis dextra zu der Kinzigbrücke führte. Der Raum südlich und nôrdlich vom Kastell aber, ebenso wie der im Rücken desselben, war von der Niederlassung bedeckt. Da lag zunächst ver der Porta principalis dextra in 50 m Entfernung— 30 vom Rande des äusseren Grabens— die Villa.“) Zwischen ihr und den Thoren begleitete die südliche Langseite des Kastells ein Weg, der sich mit dem aus der Porta- decumana in der Verlängerung der Längenaxe nach der Niederlassung bei Hanau führenden chaussierten Wege wahrscheinlich an der Stelle vereinigte, wo die heutige Strasse ihr erstes Knie bildet. Etwa 200 m westlich von der Porta decumana breitete sich zu beiden Seiten der heutigen Strasse und des alten Weges das Totenfeld aus, dessen Reste wir auch in den Langendiebacher Tannen südlich der Strasse fanden, wie auch die Berichte über die frühesten Gräberfunde auf diese Stelle hinweisen.²) Das Totenfeld war sehr ausgedehnt; denn es erstreckte sich auch in den heutigen Hochwald, so dass die im Jahre 1872 aufgedeckten Gräber mit ihren zahlreichen und ansehnlichen Fundstücken nur einen Teil des Ganzen bildeten. Nachgrabungen konnten hier wegen des Waldbestandes nur an einzelnen Stellen vorgenommen werden; sie zeigten überall, dass Gräber vorhanden gewesen und zerstört waren.
Die Ausdehnung des Totenfeldes spricht für die Glaubwürdigkeit der Mitteilungen, dass in dem erhöhten Feld nördlich vom Kastell noch Reste römischer Häuser in früherer Zeit gefunden seien. Besonders eine Stelle 70 m nordwestlich von der Nordwestecke des Kastells wird als die- jenige bezeichnet, wo die Reste einer Ziegelei ausgebrochen seien.) Bei einer Nachgrabung stiessen wir auf tiefen Brandschutt mit römischen Gefässresten, von welchen 2 Töpferstempel enthielten. Hier versprechen spätere detaillierte Nachforschungen noch schöne Resultate. Uns zwangen die Ungunst der Jahreszeit und manche andere Umstände, auf die hier einzugehen nicht der Platz ist, die Rückinger Kampagne vorläufig abzuschliessen.
¹) Vgl. Taf. III, g. ²) Auf diese Stelle südlich der Strasse weisen die Angaben des Hanauischen Magazins von 1778 S. 185 ff.
über die bei der Verbesserung der Strasse gefundenen Gräber hin. Vgl. Duncker, Römerkastell S. 5. ³) Vgl. Taf. III.


