Aufsatz 
Beiträge zur Geschichte der Katechetik im 16. Jahrhundert / von dem Gymnasiallehrer Dithmar
Entstehung
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Die Geschichte der Katechese ist eng in die christliche Kirchengeschichte verwebt, insbe- sondere in die Geschichte der Lehre und des Lebens der christlichen Jahrhunderte. Blüthe und Verfall sind dem kirchlichen Leben und dem katechetischen Unterrichte gemeinsam und gleichzeitig. Es lassen sich für die Geschichte der Katechese in der abendländischen Christenheit drei grosse Zeitabschnitte bilden. Der erste umfasst die Jahrhunderte der grossen Heidenbekehrungen, der zweite das Mittelalter, etwa von der Zeit Karl des Grossen bis auf die Reformation in Deutschland, der dritte erstreckt sich von der Reformation bis auf die Gegenwart. Wir beschränken uns in diesen Blättern auf eine kurze geschichtliche Darstel- lung der Katechese in Deutschland vor der Zeit der Reformation, können aber nicht um- hin, einen Blick in die erste Periode oder in die Zeit der alten Katechese zu werfen.

Die Katechese in Deutschland vor der Reformation.

Ausser den ältern Schriften von 1) Eccard, catechesis theodisca inc. monachi Weissen- burgens. Hannoverae 1713, mit einer lehrreichen Vorrede. 2) Langemack, histor. catech. 1733, dienen als Hülfsmittel die neueren, unsern Gegenstand berührenden Schriften: 1) Augusli, Einleitung in die beiden Hauptkatechismen u. s. w. 1824. 2) Massmann, die deutschen Abschwörungs-Glaubens-Beicht- u. Betformeln vom 8 12. Jahrh. Quedlinburg u. Leipzig 1839. 3) R. von Raumer, die Einwirkung des Christenthums auf die althoch- deutsche Sprache. Stuttgart 1845.

Katechumenen waren in der alten Zeit und noch weiter abwärts bei Wiederholung des Sachverhältnisses diejenigen,qui primum de gentilitate veniunt habentque voluntatem credendi in Christum. Unterrichtsgegenstände für dieselben waren die göttlichen Gcbote, Unsterblichkeit der Seele, jüngstes Gericht, jenseitige Vergeltung und sonstige, vornehmlich auf Besserung des Lebens abzielende christliche Lehrstücke.

Weder das apostolische Glaubensbekenntnis noch das Gebet des Herrn oder eine Belehrung über die Sacramente gehörten dem damaligen katechetischen Unterricht an.

Wir verwundern uns über diese Eigenthümlichkeit mit Recht bis wir uns mit der dis- oiplina arcani, welche die letztgenannten Stücke sich zugeeignet hatte, bekannt gemacht haben. Die Arcandisciplin ruht auf dem, zwischen fiůdeles und catechumeni gemachten stren- gen Unterschied. Die ersteren hatten in dem symbolum ihr signaculum fidei(tessera, crye = Feldgeschrei) und wurden allein als befähigt angesehen, die in dem Glaubensbekenntnis und dem Gebet des Herrn beschlossenen Geheimnisse zu verstehen und auszusprechen. Die eng an einander geschlossene christliche Gemeinde behielt also das Eigenthümlichste ihrer Lehre für sich geheim, wozu insbesondere noch dadurch eine Veranlassung gegeben werde, dass in der Zeit der Verfolgungen die Heiden darauf ausgingen die Lehre der Christen ins Lächerliche zu ziehen. XOy vãn υσνπηmοια eρντιι τρεπκρακνεν, lvah EXXHvε Hev à⸗ν νοοονντν( ε ανσισ, αmτmφmννμνεννι s εεαιερι*τυνινμμεμνοιι σιαιασναομνωαςοωωναι, spricht die Synode zu Alexandria aus im Jahre 339. Erst kurz vor der Taufe, in der Char-

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