Charakteren des Orestes und Pylades nach der Schilderung Goethe's?— 4) Sehilierunf eines der Charaktere in Goethe's Iphigenie(nach freier Wahl).— 5. Worin fehlt Antonio gegen Tasso und wodurch sühnt er später den begangenen Fehler?— 6. Welche Gründe bestimmten Perikles, den Athenern die Annahme des peloponnesischen Krieges zu rathen?— 7. Ueber die Kunst zu schweigen und die Verhältnisse, unter welchen wir zu ihrer Ausübung verpflichtet sind.— 8. Classenarbeit wie in Ia.— 9. Vergleichung zwi- schen Constantin dem Grossen und Chlodwig.— 10. Metrische Uebersetzung der Anrede des Pries- ters an Oedipus(Soph. Oed. Tyr. v. 14— 44: 3 d SvGy, Oοb, IGαε uns etc.).— 11. Woher kommt es, dass Hermann in der Goethe'schen Dichtung in einem innigeren Ver- hältnisse zur Mutter als zum Vater steht?— 12. Durch welche Umstände wurde Goethe's geistige Entwicklung in seiner Jugend begünstigt?
Die beiden letzten Aufsätze wurden nicht ausgearbeitet, sondern nur disponirt und zu Rede- übungen benutzt.
(In den Herbstferien fertigten die Schüler beider Abtheilungen metrische Uebersetzungen mebrerer Horazischen Oden.)
Director Dr. Schwartz. Abiturienten-Aufsätze: Im Sommersemester 1871:
Aus welchen Gründen kann Lessing's„Minna von Barnhelm“ ein echt deutsches Drama ge- nannt werden?
Im Frühjahr 1872: Inwiefern sind die Vorzüge, qurch welche Schiller der Lieblingsdichter der deutschen Jugend ge- worden ist, auch in seinen Balladen zu erkennen?
2. Dateinische Sprache.
VI. 10 St. Regelmässige Formenlehre nach der Grammatik von Ellendt-Seyffert, eingeübt durch mündliches und schriftliches Uebersetzen aus Spiess' Uebungsbuch für Sexta. Memoriren von Vocabeln. Alle 8 Tage abwechselnd ein kxer- eitium und Extemporale. Oertel. V. 10 St. Die regelmässige und unregelmässige Formenlehre nach Ellendt-Seyffert; 8 syntak- tischen Regeln aus Spiess' Uebungsbuch für Quinta, Abschn. 2; Wöchentliche Exercitien und Extem- poralien. 3 Weinmann. IV. 10 St. a) Grammatik: Uebereinstimmung der Satzbe- standtheile; Fragesätze und Casuslehre nach der Grammatik von Ellendt-Seyffert(§S§. 129—202.) Repetition des Quintapensums. Mündliches Bebersetzen der Uebungsbeispiele aus Spiess für IV.(Cap. 82— 91.) Memoriren der be- zuüglichen Exempla syntäxeos. Wöchentlich ein Scriptum. 6. Stdn. 3 4 b) Lectüre: Cornelius Nepos; im Sommer Miltiades und Themistocles mehr statarisch; im Winter curscrisch: Aristides, Pausanias, Cimon, Alci-
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biades, Thrasybulus, Epaminondas, Pelopidas, Hannibal. 4 Stdn. A dam. IIIb. 10 St.
a) Grammatik: Lehre von den Temp., Mod., Inf., Part. nach Spiess' Regelsammlung und Spiess' Uebungsbuch III. Thl. Exerc. und Extemp. 4 St.
b) Prosaische Lectüre: Caes. de bell. gall. I, 1— 29. II. III, 1— 19. 4 St.
Büsgen.
c) Poetische Lectüre: Siebelis, Tirocinium poëti- cum I, 1, 1— 61. 4, 1— 40. III, 1. 2. 3. 8. 20. 27. Daneben allgemeine Grundregeln der la- teininchen Metrik und metrische Uebungen.
t.. Bis zum 20. Juli Ammann, Gymnasiallehrer, von da Licentiat Krebs. IIIa. 10 St.
a) Grammatik: Wiederholung und Erweiterung der Casus-, Tempus- und Moduslebre nach Spiess' Regeln, eingeübt durch Exercitien und
xtemporalien. 4 St.—
b) Prosaische Lectüre: Caes. de bell. gall. I, 30— Ende, IV. 1— 24. VI. VII. Memorir-
übungen. 4 St. Otto. c) Poetische Lectüre: Ovid. Metamorph. Aus- wahl von Siebelis: 1, 2, 3, 4.(2 St.) Bogler.
IIb. 10 St. a) Grammatik: die Lehre von den Tempora, Modi, Fragesätzen und der oratio obliqua nach Ellendt- Seyffert's Grammatik(§. 234— 283
und§. 304— 314) 1 St.
b) Stilübungen: Vierzehntägige Exercitien aus Suepfle's Aufgaben für obere Classen, Abth. II und vierzehntägige Extemporalien. 2 St.
c) Prosaische Lectüre: Cic. pro. Rosc. Amer., Livius L. I
Im Sommer: Bernhardt, Professor. Im Winter: Dr. Capelle, Oberlehrer. d) Poetische Lectüre: Verg. Aen. I. II. 2 St.
Ammann. IIa. 10 St.
a) Grammatik: die Lehre vom Infinitiv, Supinum, Gerundium, Participium und vom Gebrauche der Conjunctionen nach Ellendt- Seyffert's Grammatik(§. 284— 350). 1 St.
b) Stilübungen: Wöchentliche Exercitien und
PErtemporalien aus Suepfle's Aufgaben für obere Classen, Abth. II., und nach Dictaten.— 4
kKleinere Aufsätze. 2 St.
c) Prosaische Lectüre: Ciceron. orat. d. imper. Gn. Pompeji.— Liv. IX. und X, 1—15. Pri- vatim: Liv. I. 5 St.— Seyberth, Oberlehrer.
d) Poetische Lectüre: Vergil Aeneis II, 200 bis Ende; III, IV. 2 St. Bogler.
Themata der Aufsätze:
1) Quemadmodum Hannibal patria relicta perve-
nerit ad Antiochum. 2) Romuli regis historia
brfeviter narratur. 3. De annulo Polycratis quid


