Aufsatz 
Die Loreleisage II / von Adolf Seyberth
Entstehung
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mengesetzten Satze; die Periode und abhängige Rede. Deklamationsübungen. Aufsätze theils er- zählenden theils beschreibenden Inhaltes mit An- gabe der Anordnung.

Dr. Adam, Gymnasiallehrer.

IIIb. 2 St. Lesen und Erklären poetischer und prosaischer Stücke aus Spiess Lesebuch. Auf- sätze. Declamation.

Dr. Büsgen, Gymnasiallehrer.

IIIa. 2 St. Lesen und Erklären von poetischen und prosaischen Stücken aus Spiess' Lesebuch; Auf- sätze; Declamation.

Otto, Oberlehrer.

IIb. 2 St. Erklärung ausgewählter Gedichte, be- sonders der episch-lyrischen Gattung aus Spiess' Lesebuch. Poctik: die Prosodie, Metrik, Reim- lehre, Tropen und Figuren. Declamations- übungen, Aufsätze.

Bogler, Conrector.

Themata der deutschen Aufsätze:

1) Ueber die Vertheidigungsmittel, welche die Na-

tur den Thieren verliehen hat. 2) Der Schlaf, ein Wohlthäter des Menschen. 3) Ueber das Zusammenleben der Menschen in gréssen Städten. 4) Die Argonautensage(Classenarbeit). 5) Was verdankt die Welt den Bestrebungen des Colum- bus? 6) Licht- und Schattenseiten des Reisens. 7) Die Morgenstunde hat Gold im Munde. 8) Ueber die Wichtigkeit der griechischen Natio- nalspiele. 9) Ueber den Nutzen der Hausthiere. 10) Das Grab im Busento;(metrische Uebung.) 1) Ueber den Nutzen der Wälder. 12) Die Folgen der Perserkriege.

IIa. 2 St. Erklärung der schwierigeren poetischen Stücke in Spiess' Lesebuch. Poetik: Die Dich- tungsarten. Rhetorik: Stillehre. Declamations- übungen; Aufsätze.

Derselbe.

Themata der deutschen Aufsät ze:

1) Ueber die Folgen des peloponnesischen Krieges. 2) Arbeit fördert unser Wohl. 3) Metrische ebersetzung aus Vergil. 4) Ueber den Unter-

schied der epischen und dramatischen Poesie.

5) Ueber die Goethe'schen Gedichte: Wanderers Nachtlied. 6) Was machte die Griechen zu einem weltgeschichtlich bedeutenden Volke? 7) Me-

trische Uebersetzung des Idylls: Eic von

Meleager. 8) Ueber die Bedeutung der Träume. 9) Die Glocke von Schiller; Inhaltsangabe. 10) Aus welchen Gründen ging Hannibal nach der Schlacht bei Cannä nicht auf Rom los? 11) Lob der Musik. 12) Die Romantik des Rheins.

Ia und b. 3 Std. Geschichte der deutschen Natio- nalliteratur von den ältesten Zeiten bis zum Ende des sechzehnten Jahrhunderts, nach dem Grund- risse für obere Classen von Pütz, veranschaulicht theils durch Proben aus dem mittelhochdeutschen

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Lesebuche, theils durch Mittheilung des Inhalts und durch Charakteristik der bedeutendsten Dich- tungen. Gelesen und erklärt wurden Goethe's Iphigenie auf Tauris undTorquato Tasso sowie mittelhochdeutsche Dichtungen nach der vom Lehrer herausgegebenenAuswahl, insbe- sondere die in derselben enthaltenen Stücke aus Gudrun, Heinrich von Veldeke, Hartmann von Aue, Wolfram von Eschenbach, Gottfried von Strassburg, Rudolf von Ems, Freidank, Walther von der Vogelweide, Reinmar d. A., Friedrich von Hausen un anderen Minnesängern. Aufsätze und metrische Uebersetzungen. Vortragsübungen.

Themata der deutschen Aufsätze..

In Ia: 1. Lessings Kunst zu charakterisiren, an dem Prinzen im ersten Acte der Emilia Galotti nachgewiesen, 2. Warum dürfen wir uns von

unserer Thaätigkeit im Vaterlande grössere Erfolge versprechen als in der Fremde?(Hier sind die starken Wurzeln deiner Fracke) 3. Das Schick- sal der Hauptpersonen in Schiller's Fiesco als Wirkung ihrer ungezügelten Leidenschaften. 4. Wodurch wird in Goethe's Iphigenie die-

Sung des Knotens herbeigeführt? oder:(nach freier Wahl) Ueber die modernen Elemente in Goethe's Iphigenie. 5. Worin zeigt sich die Verwandtschaft der Charaktere, auf der einen Seite zwischen Tasso und der Prinzessin, auf der anderen zwischen Antonio und Eleonore(ideale und reale Gruppe)? 6. Warum hat Schiller in seinem DramaWilhelm Tell der letzten Scene des vierten Aufzugs die Begegnung des Landvogts Gessler mit Armgart eingefügt? 7. Ueber die Kunst des Vergessens und die Grund- sätze, nach welchen sie im Leben ausgeübt wer- den soll. 8.(Classenarbeit für Ia und Ib).

Welches waren die guten und welchies die schlim. men Folgen des römischen Kaiserthums der Deut- schen? 9. Woraus lässt sich der grosse Ein-

fluss erklären, welchen die franzosicheo Literatur im Zeitalter Ludwigs XIV. auf die deutsche aus- übte?, 10. Metrische Vehersekaunſe dee Sticho- mythie zwischen Oedipus und dem Boten(Soph. Oed. Tyr. v. 1008 1037: l⁵,* el o 05 ¾8 106 ri 59s etc.). 11. Auf welchen eigen- thümlichen Forügen beruht, der Werth von Goethe'sHermann und Dorothea? 12. Durch welche Eigenthümlichkeiten unterscheidet sich Schiller'sBraut von Messina von seinen andern

Dramen?

I Ib: I. Die politischen, religiösen und socialen Verhältnisse in den Niederlanden, geschildert nach dem ersten Aufzuge von Goethe'sEgmont, 2. Nicht durch Betrachten, sondern durch Handeln erwirbt man sich Selbstkenntniss.(In- wendig lernt kein Mensch sein Innerstes erken-

nen; denn er misst nach eignem Mass sich bald

u klein und leider oft zu gross.Versuche

deine Pflicht zu thun und du weisst gleich, was

an dir ist. Goethe.) 3. Welche Kehnlichkeit und welche Verschiedenheit findet sich in den

ö