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erst durch diese wurde er in sie einbezogen. Höfe und Gärten grenzten an ihn, so der Kustodiengarten des Bartholomäusstiftes:). Wie aus einigen Stellen der Gerichtsbücher*) hervorgeht, war ein Teil des Friedhofes, der viel zu groß für die Gemeinde war, als Garten angebaut. Schon frühzeitig war er wohl mit Mauern um- geben und stellte in Kriegszeiten eine Art von detachiertem Fort dar, später, nach der Stadterweiterung, war er eine Festung inner- halb der Stadt. Als diese 1349 einen Angriff von Karl IV. zu be- sorgen hatte, da sie sich für seinen Gegenkönig Günther von Schwarzburg erklärt hatte, trafsie besondere Verteidigungsmaßregeln und ließ 11 Erker um die Altstadt und den Judenkirchhof anbringen).
1377 berichtet das Rechenbuch von großen Bauten,„die man den Juden um ihren Judenkirchhof getan hat“, doch erfahren wir nicht, von welcher Art diese waren.
Als 1388 der große Städtekrieg tobte, in den Frankfurt als Mitglied des Rheinischen Städtebundes mitverwickelt war, rüstete sich der Rat für eine etwaige Belagerung durch die vereinte Adels- und Fürstenmacht. Auch der Friedhof ward in Verteidigungs- zustand gesetzt, der Rat ließ deshalb Holz in ihn hineinfahren“). Auch späterhin, zur Zeit des Schmalkaldischen und Dreißig- jährigen Krieges(1635), diente er zu Verteidigungszwecken und ward damals mit städtischen Söldnern besetzt.
Ursprünglich war er volles, ausschließliches Eigentum der jüdischen Gemeinde“), die ihn vom Kaiser erworben hatte. Ebenso gehörten ihr die zwei darin stehenden Häuser, von denen das eine zur Waschung der Leichen bestimmt war. Das andere diente wohl als Aufenthalt für die zwei Wächter, die wir dort finden).
Als sich 1316 die Gemeinde in großer Geldnot befand, ent- schloß sie sich,„da diese Not und diese Schuld die Judengemeinde anging, sich auch mit ihrem Besitz daraus zu befreien“. Deshalb versetzte sie den Friedhof nebst den dazu gehörenden Häusern und andere Gemeindeliegenschaften an Wigand von Kolnhausen und seine Frau Kuntzela gegen ein Darlehen von ca. 330 Köln. Mark:).
¹) Siehe Battonn V, S. 317.
¹) Siehe Gerichtsbuch 1394, Fol. 41: Hans Rumpenheimer hat erfolgt uff hern Gipel zum Ebir... von des gartten wegin uff dem judden kirchofe.
³) Rechenbuch 1349 vom 21. Juni(Fol. 33 a).(Urkundenbuch S. 216.)
⁴) Rechenbuch 1388, fol. 59(unter Ausgaben)(Urkundenbuch S. 268): 4 h. von holtze in dem buchwalde in der juden kirchhoff zu furen.
⁵) Siehe Baerwald, l. c., S. 7.
⁴) Siehe Rechenbuch 1366(Urkundenbuch S. 227). Ausgaben: Die nuwen wechter: Hennen Flersheim vnd Henne von Geilnhusen in dem judin kirchoffe 2 mark. Der Posten kehrt oft wieder,
⁷) Die näheren Einzelheiten der Schuldurkunde, die Bestimmung über die Zinsen- zahlung und den Rückkauf der Rente siehe Baerwald, I. c., S. 8. Politische Geschichte der Juden S. 21 und 22.


