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keit wegen anführen will. So berichtet jener, daß Fifelin von Die- purg(Dieburg) 1375 im Hause zur Glocke, also auf der östlichen Seite der Fahrgasse¹) gewohnt habe. Battonn zühlt außerdem noch als Judenhäuser auf: das Haus„Zum Segen Jakobs“, das Eck an der Arnsburggasse*), das Haus zum Wolf, nach seinem Besitzer, dem Juden Wolf, genannts), die Stadt Worms, früher zum Riesen, neben dem Brückhof*). All diese Häuser standen also auf der östlichen Seite der Fahrgasse, doch ist es zweifelhaft, ob sie schon in unserem Zeitraum von Juden bewohnt waren.
Uber das Xußere und das Innere der Judenhäuser haben wir weder Nachrichten, noch sind uns irgendwelche Reste, Möbel, Hausgeräte usw. erhalten, abgesehen von einigen Haushaltungs- gegenständen, die sich bei den Ausgrabungen von 1896 in dem Brandschutt einiger, vielleicht den Juden einst gehörender Häuser gefunden haben). Wir haben wohl anzunehmen, daß sich ihre Häuser und Hauseinrichtungen von den christlichen kaum unter- schieden. Im XIV. Jahrhundert aber glich das Frankfurter Bürger- haus äußerlich in den wesentlichsten Stücken den Bauernhäusern der Umgegend. Es war demnach ein Fachwerkbau,„bei dem die Kopfbänder und die schrägen Streben im Vergleich zu anderen Gegenden nur in verhältnismäßig beschränktem Maße verwandt wer- den, und dessen Charakter dadurch wesentlich bedingt wird, daß die Ecksäulen deutlich betont und vielfach auch dekorativ ausgestaltet sind, und daß die Gefache unter den Fensterbänken durch einfach oder oft auch durch paarweise gekreuzte Diagonalbalken über- spannt sind und so die Reihen unter den Fenstern durch ein reiches Zickzackmuster von braunen Holzbalken ausgefüllt sind“*). Die leeren Gefache zwischen den Säulen wurden durch Spränkelwerk:) ausgefüllt. Ganze Fachwerkgeschosse hatten wohl die noch heute übliche Verschieferung. Die Dächer waren noch mit Stroh oder Schindeln gedeckt, einige vielleicht schon mit Schiefer.
Die Häuser waren unterkellert, der Kellerboden bestand, wie Thomas bei den Häusern der nördlichsten Gasse feststellte, aus Mörtelestrich.
¹) Fahrgasse 12; siehe Battonn II, S. 53.
¹) L c. S.48, von dem er bemerkt:„so 1356 ein Judenhaus war“. Woher er dies hat, weiß ich nicht.
¹) Fahrgasse 16.
¹) Nach Battonn II, S. 53, Fahrgasse 10.
⁵) Siehe politische Geschichte der Juden, S. 42, Anm.
⁴) Siehe Prof. Dr. Lauffer, Der volkstümliche Wohnbau im alten Frankfurt a. M., in Archiv für Frankfurter Geschichte und Kunst. 3. Folge, Band X, S. 244.
¹) Ein aus Staken und herumgebogenen Hölzern bestehendes Geflecht, das von
innen und außen verputzt wird. Lauffer, I. c. 3) Lauffer I. c., S. 262.


