Aufsatz 
Zur Literatur Iohann Fischarts / zuerst wieder veröff. durch A. F. C. Vilmar
Entstehung
Einzelbild herunterladen

29.

gar von flickwörtern, dieselbe art, mit drei gleichen reimen zu schliessen, endlich über- haupt dieselben reime, z. b. v. 23 24 widerspennig: könig wie im Flohatz: Gleich wie den Taufferischen König Johann von Leyden widerspennig; reiche reime(v. 65 verachtung: achtung, 83 gsind: sind) die bei Fischart überall begegnen (z. b. im Flohatz: Muskenwadeln: sprengwadeln; haut ſcutis]: haut ſcaedit]; Fliegen: fliegen; ausslegen: Eyr legen; Stul: Stul u. s. w.), reime wie 81 82 Ottergzücht: sich v. 67 Heuchlersect: Bapstgeheck, welche ebenfalls bei Fischart ungemein häufig sind (Podagr. Trostb. Bb Lorbeerkrantz: vmschautzt; Bija wust: schuss; und im Flohatz: tag: magd, nimmer: bekümmert, gericht: strich u. s. w.), dieselben Formeln Z. b. Sie haben euch gelegt ein Luder, Noch bleibt jr stets des Achtsnit Bruder(Flohatz) vgl. mit v. 55 56, die bei Fischart oft vorkommende reimfügung: gift: stift(v. 51 52), das binden der hochtonigen silben mit tieftonigen(vermessenlich: sich, verrhätern: mord- thätern), die verwendung der tieftöne im versschlusse(oberkeit: weltlichkeit), von wel- cher schon oben die rede war alles diess findet sich hier wie in den andern reim- stücken Fischarts vor. dazu rechne man mehrere einzelne ausdrücke, wie Zz. b. alliceil (während, indes), welches ganz wie im Flohatz gebraucht wird: Die Stattmauss bey der schwer aufftrug, Vnd fragt allweil: Hast noch nicht gnug? vgl. gläckh. schiff 578. 1171(wo Hallings anmerkung unrichtig ist), Thiermesse: Scha- daeus s. 61: allweil der Fuchs sich schlaffend stelt, hielt jhn für Gänssfromm die gantz Welt; u. a. stellen. der anfang hat verwandtschaft mit dem anfang der thiermesse: Es fragen allzeit die Papisten, Wo da waren die wahre Cbristen; die formel dankhabl v. 89 ist Fischart sehr geläufig Binenk. 1580 132 ½ 192 b, Garg. 1582 Cc6b Ddb u. s. W. die verse 33 36(wo v. 36 vielleicht gab ein druckfebler ist st. ghabt) beziehen sich auf die ausführung im Binenkorb 1580 bl. 131a. Endich ist zu beachten, dass v. 67 unserer ermanung an die Bundbäpstler»die new Heuchlersect, das Jesuitische Bapstgeheck« vor- kommt, welche bezeichnung Fischart sehr geläufig ist, und sogar ganz in derselben form»die Neue Heuchlersect vnd Brandschirer, die genanten Jesuiter« im Binenkorb 1580 bl. 1924(1588 211 b) erscheint. dazu kommt weiter in anschlag, dass sich in dem texte der übersetzung sehr bestimte spuren von Fischarts sprache und darstellung nachweisen lassen Zz. b. fül st. fiel(Ba); Rasigkeit(Aijb und Aiija), welches wort z. b. Dämonomanie 1589 S. 392 vorkommt. so heisst es Bijb:»solche öde verzweiffelte Buben für Martyrer