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und drucker, aber auf dem titel mit dem wolbekannten druckerzeichen Jobins, den eicheln, versehen(Garg. 1582 am ende; Dämonomanie 1586. 8. s. 41; Declaration etc. 1390 titel; Ehezuchtb. 1591 V7a; Podagr. Trostb. 1591 letzte seite; Newer Creutz- gang 1590, titel; dasselbe Zeichen trägt der aus Carolus officin hervorgegangene
Alcoran 1614 auf dem titel) auch hat das wort»rittung« auf dem titel eine parallele
in„Babelsrüttung« Reveille matin Lvb(oben 2, 38), und„»Vorständig“ findet sich in
ganz gleicher verbindung und bedeutung auf dem titel von Accuratae effigies 1573.
die schrift ist heftig antiliguistisch, und der stil der übersetzung sehr lebhaft und die
sprache elsassisch z. b.»wan sie nun wider Gott selbs predigten, wolten jrs
glauben 2«
4) Discours. Ein Fürtreffliches frey rundes vnd vngeſcheuchtes Bedencken, vnd allerſeits wol erwogenes Vrtheil, von heutigem zuſtand Franckreichs. Darauß nicht allein gantz eygentlich der Vrſprung nunmals in gedachtem Franckreich ſchwebender Kriegsvnruhen, vnnd bevorab der an dem Hertzogen von Guyſe vollbrachter ab vnd hinſchaffung, vervrſachung zuvernem⸗ men. Sonder auch u. s. w.—— erſtlich Frantzöſiſch geſtellet, vnd nun ſeines Nutzes halben durch verdolmetſchung auch den Teutſchen gemeyn gemacht. Getruckt durch Haloyo- onium(sSo, st. Halcyon.) Windſtill, zur Kleinen Rhuwart. 1589. 4. neun bogen und ein blatt. auf Jy steht: ENDE. Ex specula Halcyonia 1589.(Jija— Kb folgen noch zwei anhänge, und dann heisst es noch einmal: ENDE 1589).
Dieses kleine vor Meinrichs III. ermordung geschriebene und übersetzte buch trägt nicht allein Jobins buchdruckerstöcke auf dem litel, wie sie Dämonomanie 1586 s. 225 u. 420, Binenkorb 1588 Aiijb u. 692, Ehezuchtb. 1591 XVb, sodann Podagr. Trostb. 1591 letzte Seite, Ehezuchtb. 1591 V7a, vorkommen, und es ist nicht bloss der stil sehr correct, lebhaft und eigentümlich, sonderu es führt dasselbe sogar ein eigens elloposkleronisches merkmal: die angabe des druckorts»zur kleinen Ruhwart«. diese ist aus dem Gargantua entlehnt: 1582 Kkza„»Wie Gargantua die Eygenwillig Abtei Willigmut der Thelemiter Zur Rhuwart für den Mönch bauen liss«; Kk4b„Wie die Abtei Willigmut der Thelemiten zu Rhuzvart, gebauet vnd begabt ward;« Llb»Dan darum ist die Rhuwart auffge- bauen.« die übersetzung scheint mir von Fischart selbst herzurühren.
Ich unterlasse die aufzählung noch mehrerer, fast zu derselben Zeit gleichfalls aus Jobins druckerei hervorgegangener flugschriften, weil die vier hier aufgezählten schon einen völlig sichern rückschluss auf die fünfte gestatten, auf die, von welcher hier die rede ist. doch bedarf es eines solchen wol kaum, da für jeden kundigen die verse unse- res stücks das unverkenubare gepräge der verse Fischarts tragen. dieselbe raschheit des fortschritts, dieselbe, dem poetischen ausdrucke nicht überall förderliche strenge der ge- dauken und eindringlichkeit des tadels, dieselbe völlige freiheit von müssigen stellen oder


