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vnd Heyligen ausszuruffen, vnd nach jhren Schelmengebeinen vnd aschen, als grossem Ileyligthumb zutrachten, dieselbige mit der weil auff den Altar zu stellen vnd jhnen zu- räuchern?« womit man vergleiche Binenkorb 1580 bl. 201b:„durch die Heyligen, wel- cher Reliquien vnd gebeyn auff dem Altar ligen, da die Mess vber gesungen wird? Also das sie manchmals, durch die verdienst der IIeyl. Eselen, Pferd vnd Hunde, welcher Schelmenbeyn auff den Altaren mehr theyls für grosses Heyligthumb ligen, bittet«. eine erwähnung des Marienhauses zu S. Loreto bl. Bija enthält deutliche hinweisung auf die erzählung im Binenkorb 1580 bl. 182 b. die erwähnung der vergiftung des kaisers Hein- rich findet sich auch Garg. 1582 Eed4b: man find von keim Teutschen Keiser, der vom Geschütz erlegt seie, aber sonst wol dass jnen ein Sacramentloser Mönch im Sacrament vergab. endlich ist sSogar in die späteren ausgaben der geschichtklitterung eine sehr deut- liche hinweisung auf unsere flugschrift eingeschaltet, 1608 Ggéa: IIett mans dess Königs in Franckreich Beichtvatter bey zeitten gethan, so hett er seinen König nicht erstochen, gleich wie jener Prediger Mönch seinem Keyser im Sacrament hat vergeben.
Dieses kleine reimwerk, welches ich mit völliger zuverlässigkeit Fischart zuschrei- ben kann, mag nebst dem Catalogus catalogorum seine letzte arbeit gewesen sein, wenn die notiz, welche von Strobel an Halling mitgetheilt wurde: Fischart sei im winter 1589 (d. h. also 1589— 1590, vor weihnachten) gestorben, ihre richtigkeit hat. so viel ist unzweifelhaft, dass er das jahr 1590 nicht überlebt hat.


