(DSb)
(D9a)
160.
165.
170.
180.
185.
190.
Damit man reitzt Gotts Raach herzu
Zu ſtraffen das Kalb mit der Kuh. Dann wie wolt Gott das leiden jmmer
Das man ſein grün Setzling bekümmer, Vnd jhm daſſelb beſetzen thut
Was ſein Sohn reinigt durch ſein Blut, Das man die zarte Gfäß verwüſt
Die zu ſeim Lob warn zugerüſt. Bedacht, das der Prophet ſagt dort,
Gott leg in Kindsmund auch ſein wort, Vnd müſſen auch jhr Söhn vnd Töchter
Seine Apoſteln ſein vnd Wächter, Vnd auß der Unmündigen Stämlen,
Will er ſeins Namens lob auch ſamlen. Wie ſamlet er aber diß ſein Lob?
Nämlich durch ſein Wort die recht prob, Das laßt er trewlich durch ſein Lehrer
Theylen nach gelegenheit der Zuhörer, Alſo das ers auch nicht verſchweigt
Dein Kindern wie diß Büchlein zeigt, Darinn er jhn nach jihrm verſtand
Durch kurtze Fragſtück macht bekant, Die fürnemſt ſtück Chriſtlicher Lehre,
Wie man jhn recht nach ſeim wort ehre. Derwegen niemand nicht veracht
Die Fragen hie kurtz eingebracht, Sondern denck das wir müſſen all
Zu Kindern werden in dem fall, Wollen wir andern glauben recht
Die gheimnuß vnſers glaubens ſchlecht, Die Kindlich einfallt muß vns fuͤhren,
Vnd müſſen laſſen vns Regieren Gotts worts gleich wie das Kind Regiert,
Deß Vatters Red was der ordiniert, Müſſen von vns nit hoch ding halten:
Sondern wie Kind demütig walten,


