2 141=
Hingegen tröwt der Herr groß pein Den, die der kleinſten ärgern ein, Dann dem ein Müulſtein beſſer wer Am Halß, vnd ſein verſenckt am Meer. 125. Derhalben auß mit loſem Geſchwetz Welchs gute ſitten nur verletzt, O auß mit Vnzucht, Füllerei, Mit böſer Gſellſchaft Büberey: Raumt weit von dieſen zarten Hertzen 130. Das Gottloß gſind, dz ſchandbar ſchertzen, Laßt ſolch wort nit mehr von euch hören Das dJugend weltlichkeit muß lehren: Es dunckt mich es lehret ſich früh, Mutwill vnd Frechheit kompt ohn müh. (DSa) 135. Lehr du ſie die recht Gottsforcht vor Die iſt zu Weisheit Thür vnd Thor, Vnd denck das rechenſchafft mußt geben Für die verderbnuß vnd böß Leben. Es läßt ſich zwar nicht alſo ſchimpffen: 140. Vnd mit der Weltlichkeit verglimpffen: Du hörſt wol was dein Chriſtus melt Sein Völcklein ſey nit von der Welt, Wiltu dein Kinder Weltlich machen So ſtecks dem Teuffel in den Rachen: 145. Dann man ſoll brauchen ſo die Welt, Als ob mans nit brauch, noch was gelt. Man kan nit dienen je zugleich Gott vnd der Welt deß Teuffels Reich, Daher vmbſonſt nit Chriſtus ſpricht 150. Ihr Engel ſehen Gotts Angſicht, Als ſprech er: daß ſie die verklagen, Die Kindern hie böß vorbild tragen. O weh der Welt vor ärgernuß, Welchs Weltlichkeit heut heiſſen muß:
122. der druck: den die den. 126. der druck: Welch. 137. der druck: denckkt, und gleich darauf: muss.


