Aufsatz 
Zur Literatur Iohann Fischarts / zuerst wieder veröff. durch A. F. C. Vilmar
Entstehung
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Wie wolt jhr dann ſolch Arbeit ſchewen Weil es euch kompt zu nutz vnd trewen? Dann wen mags frewen mehr dann euch, So ewere Kind ſind Tugendtreich? Wie kanſtu beſſere ruh dir ſchaffen Vnd friedlicher in Gott entſchlaffen, Dann ſo du weiſt das dein Kind ſeind Erzogen wol, vnd drumb Gotts freund? Vnd weißt, das nach dem Tod dein Kinder An Gott han ein ewigen Vorminder? Zu dem, ſolt euch auch darzu bringen, Das ihr gern mit der Zucht vmbgingen, Dieweil Chriſtus der HERR verheißt Das was man ſolchen Kindern beweißt, Das wöll er halten vnd anſehen: Als obs ihm ſelber ſey geſchehen: Dann er je klar ſpricht: Wer ein Kind In ſeim Nam auffnimmt, ihm ſelbs dient: Wie kan Man aber in ſeim Namen Kinder auffnemen von ſeim Stammen? Zwar anders nicht dann ſo man die Zur Gottsforcht anhalt zimlich frü, Es ſey Obere oder Herren Die ſie in Kirch vnd Schulen lehren, So wird ſelbs Chriſti drinn gepfleget Als ob man jhn im Geren träget Vnd werden Oberkeit vnd Lehrer Dardurch ſein Säugam vnd ſein nehrer. Dann was ſein kleinſten Glieder gſchicht Das rechnet er das jihn anficht. Drumb thun wol, die als dahin ſchlichten Das man dJugend mög recht berichten, Zu kennen lehrnen jhren Gott, Der ſie von Sünden Höll vnd Todt Auch mit ſeins Sohns Blut glöſet hat, Vnd ſchenckt jhn als durch lauter gnad.